Der Markt für internationale Krankenversicherungen ist groß. Nicht jeder bekannte Name ist gleich gut für einen Langzeitaufenthalt in Saudi-Arabien geeignet.
HanseMerkur ist in Deutschland breit bekannt und bietet auch internationale Tarife für Langzeitaufenthalte an. Die IPMI-Produkte sind jedoch weniger tief auf Expat-Anforderungen spezialisiert als Anbieter, die ausschließlich im internationalen Segment tätig sind. Die Stärke von HanseMerkur liegt in der deutschsprachigen Verwaltung und der Vertrautheit für deutschsprachige Kunden – für komplexe Expat-Fälle mit Vorerkrankungen oder Familienabsicherung stoßen die Tarife aber schneller an Grenzen.
April International ist ein auf Expats spezialisierter Anbieter mit digitalem Fokus. Die Tarife sind modular aufgebaut, was Flexibilität bei Leistungsumfang und Kosten erlaubt. Für Saudi-Arabien bietet April International eine klare Länderabdeckung und englischsprachigen Kundendienst. Schwäche: kein breiter Anbietervergleich, nur Eigenproduktemphase.
ALC Health (vertreten u. a. über auslandskrankenversicherungen-fuss.com) ist ein weiterer Akteur im Nahen Osten mit Moratorium-Option. Das Moratoriumsmodell kann für bestimmte Vorerkrankungen interessant sein – hat aber eine zweijährige Wartezeit, bevor vorbestehende Erkrankungen mitversichert werden. Die Tarifstruktur ist weniger transparent als bei modernen IPMI-Anbietern.
Allianz Care, Cigna Global, BDAE, Foyer Global Health, Mawista, Morgan Price International, PassportCard sowie Now Health International und Genki bilden das restliche Feld. Jeder Anbieter hat Stärken in bestimmten Segmenten – von der innovativen Karten-Direktzahlung (PassportCard) über regionale Nahost-Expertise (Morgan Price) bis hin zu günstigen Familientarifen (Foyer). Ein anbieterübergreifender Vergleich ist unerlässlich, da die Beitragsunterschiede bei gleicher Leistung erheblich sein können.