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Saudi-Arabien: Ihr IPMI-Schutz als Expat

Ohne internationale Krankenversicherung kein Iqama, kein Zugang zu Privatkliniken – und keinerlei GKV-Leistung. Dieser Leitfaden zeigt, welche IPMI-Anbieter für Saudi-Arabien wirklich geeignet sind, was die Versicherungspflicht konkret bedeutet und wie Sie auch mit Vorerkrankungen sicher absichert werden.

  • Null € GKV-Leistung vor Ort
  • 80–400 € IPMI-Beitrag pro Monat
  • 12+ Anbieter im Marktvergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • GKV leistet in Saudi-Arabien nichts. Es existiert kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Saudi-Arabien – die gesetzliche Krankenkasse übernimmt keinen einzigen Cent vor Ort.
  • Iqama nur mit gültigem Versicherungsnachweis. Ausländer mit Arbeitsvisum sind gesetzlich versicherungspflichtig. Ohne anerkannte Police wird die Iqama weder ausgestellt noch verlängert.
  • Arbeitgeberschutz hat oft gefährliche Lücken. Betriebliche Basispolicen erfüllen Mindestanforderungen, schließen aber häufig Familienangehörige, Zahnbehandlung und psychische Versorgung aus.
  • Vorerkrankungen kein Hindernis – wenn richtig vorgegangen. Anonyme Risikovoranfragen ermöglichen eine HIS-Pool-freie Prüfung. FMU und Moratorium bieten zwei unterschiedliche Antragswege je nach Schwere der Erkrankung.
  • Anbietervergleich lohnt sich finanziell erheblich. Bei gleichem Leistungsumfang können die Beitragsunterschiede zwischen IPMI-Tarifen mehrere Hundert Euro pro Jahr betragen.
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GKV-Schutz endet an der Grenze
Zwischen Deutschland und Saudi-Arabien besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen lehnen Kostenübernahmen aus Saudi-Arabien grundsätzlich ab – unabhängig davon, ob die Mitgliedschaft ruhend gestellt wurde oder nicht. Wer ohne eigenständige IPMI nach Saudi-Arabien zieht, ist im Krankheitsfall finanziell vollständig ungeschützt.
HINTERGRUNDWISSEN

Was Sie über das Gesundheitssystem wissen müssen

Von Versicherungspflicht bis Klinikqualität – die relevanten Fakten für Expats in Saudi-Arabien.

Krankenversicherungspflicht: Iqama und gesetzliche Anforderungen

Keine Police, keine Aufenthaltsgenehmigung – was das konkret bedeutet.

Für alle Ausländer mit Arbeitsvisum und Residence Permit (Iqama) besteht in Saudi-Arabien eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Die Iqama wird weder erstmalig ausgestellt noch verlängert, wenn kein gültiger Versicherungsnachweis vorliegt, der den Mindestanforderungen der saudischen Behörden entspricht.

Arbeitgeber sind in der Regel verpflichtet, eine Basispolice für ihre ausländischen Mitarbeiter bereitzustellen. Diese Grundversicherung ist jedoch oft auf das gesetzliche Minimum ausgelegt: Grundbehandlungen sind gedeckt, Familienangehörige, Zahnleistungen, psychische Gesundheitsversorgung und umfassende ambulante Behandlungen hingegen häufig nicht.

Selbstständige und Freiberufler ohne Arbeitgeber müssen eigenständig für ausreichenden Schutz sorgen. Für diese Gruppe – sowie für alle, die Familienangehörige mitbringen – ist eine vollwertige IPMI keine Option, sondern Pflicht.

  • Iqama-Ausstellung und -Verlängerung setzt gültigen Versicherungsnachweis voraus
  • Arbeitgeberpflicht zur Basisversicherung deckt meist nur Mindestanforderungen
  • Familienangehörige sind vom Arbeitgebertarif in der Regel ausgeschlossen
  • Selbstständige und Freiberufler müssen eigenständig eine IPMI abschließen

Staatliche vs. private Kliniken: Wo Expats behandelt werden

Öffentliche Versorgung bleibt Saudis vorbehalten – Expats landen im Privatsektor.

Das staatliche Gesundheitssystem Saudi-Arabiens ist grundsätzlich gut ausgebaut, steht aber vorrangig saudischen Staatsbürgern offen. Für Expats ist der Zugang zu öffentlichen Krankenhäusern eingeschränkt oder mit erheblichem bürokratischen Aufwand verbunden. In der Praxis werden Ausländer fast ausschließlich im privaten Sektor behandelt.

Private Kliniken in den Metropolen Riad, Dschidda und dem Großraum Mekka/Medina sind international ausgerichtet, verfügen über englischsprachiges Personal und bieten Spezialbehandlungen auf vergleichbarem europäischem Niveau. Das King Faisal Specialist Hospital in Riad und das Saudi German Hospital in Dschidda gelten als Referenzadressen.

Wer in kleineren Städten oder Industrieregionen arbeitet, hat möglicherweise keinen direkten Zugang zu Spezialisten. Eine gute IPMI sollte daher auch Rücktransporte in medizinisch besser ausgestattete Regionen oder nach Deutschland abdecken.

  • Staatliche Versorgung primär für saudische Staatsbürger – Expats nicht zuverlässig versorgt
  • Privatsektor: international ausgerichtet, englischsprachig, hohe Qualität in Metropolen
  • Arztvisite im Privatsektor: ab ca. 80–150 € ohne Versicherung
  • Stationärer Aufenthalt: 5.000 bis 20.000 € und mehr je nach Eingriff
  • Vorauszahlungen an privaten Kliniken sind Standardpraxis – auch im Notfall
  • Rücktransport nach Deutschland sollte jede IPMI einschließen

HanseMerkur, April International & Co.: Anbieter im Vergleich

Wer bietet IPMI für Saudi-Arabien – und wo liegen die Unterschiede?

Der Markt für internationale Krankenversicherungen ist groß. Nicht jeder bekannte Name ist gleich gut für einen Langzeitaufenthalt in Saudi-Arabien geeignet.

HanseMerkur ist in Deutschland breit bekannt und bietet auch internationale Tarife für Langzeitaufenthalte an. Die IPMI-Produkte sind jedoch weniger tief auf Expat-Anforderungen spezialisiert als Anbieter, die ausschließlich im internationalen Segment tätig sind. Die Stärke von HanseMerkur liegt in der deutschsprachigen Verwaltung und der Vertrautheit für deutschsprachige Kunden – für komplexe Expat-Fälle mit Vorerkrankungen oder Familienabsicherung stoßen die Tarife aber schneller an Grenzen.

April International ist ein auf Expats spezialisierter Anbieter mit digitalem Fokus. Die Tarife sind modular aufgebaut, was Flexibilität bei Leistungsumfang und Kosten erlaubt. Für Saudi-Arabien bietet April International eine klare Länderabdeckung und englischsprachigen Kundendienst. Schwäche: kein breiter Anbietervergleich, nur Eigenproduktemphase.

ALC Health (vertreten u. a. über auslandskrankenversicherungen-fuss.com) ist ein weiterer Akteur im Nahen Osten mit Moratorium-Option. Das Moratoriumsmodell kann für bestimmte Vorerkrankungen interessant sein – hat aber eine zweijährige Wartezeit, bevor vorbestehende Erkrankungen mitversichert werden. Die Tarifstruktur ist weniger transparent als bei modernen IPMI-Anbietern.

Allianz Care, Cigna Global, BDAE, Foyer Global Health, Mawista, Morgan Price International, PassportCard sowie Now Health International und Genki bilden das restliche Feld. Jeder Anbieter hat Stärken in bestimmten Segmenten – von der innovativen Karten-Direktzahlung (PassportCard) über regionale Nahost-Expertise (Morgan Price) bis hin zu günstigen Familientarifen (Foyer). Ein anbieterübergreifender Vergleich ist unerlässlich, da die Beitragsunterschiede bei gleicher Leistung erheblich sein können.

Insurancy und die Medina-Spezifik: Was Expats in der Heiligen Stadt beachtenBesondere Einreise- und Aufenthaltsregeln für Medina und Mekka – was das für Ihre IPMI bedeutet.

Für Expats, die in der Region Mekka oder Medina tätig sind, gelten besondere Einreisebeschränkungen für Nicht-Muslime. Das betrifft die praktische Erreichbarkeit von Kliniken und die Notfallversorgung in diesen Städten.

Eine gute IPMI für Saudi-Arabien sollte explizit die Abdeckung im gesamten Königreich einschließen – inklusive der Region Hedschas mit Mekka und Medina. Bei der Tarifprüfung lohnt es sich, den Versicherer konkret nach der Versorgungsabdeckung in diesen Regionen zu fragen.

Insurancy hat mit einer eigenen Seite zur internationalen Krankenversicherung für Medina bereits Expertise in diesem Nischensegment aufgebaut. Bei der Beratung wird die regionale Spezifik systematisch berücksichtigt.

ANTRAGSWEGE BEI VORERKRANKUNGEN

FMU oder Moratorium: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Beide Wege führen zur IPMI – aber mit unterschiedlichen Konsequenzen für Deckungsumfang, Zeitplanung und Planungssicherheit.

Full Medical Underwriting (FMU)

Vollständige Risikoprüfung vor Vertragsabschluss
  • GesundheitsprüfungDetaillierter Fragebogen zur gesamten Krankengeschichte erforderlich
  • EntscheidungszeitpunktVersicherer entscheidet vor Vertragsabschluss – klare Konditionen von Anfang an
  • Vorerkrankungen im SchutzVorerkrankungen werden einzeln geprüft: Ausschluss, Zuschlag oder volle Deckung möglich
  • WartezeitSofortiger Versicherungsschutz ohne Wartezeit nach Vertragsabschluss
  • Datenweitergabe / HIS-PoolFormaler Antrag kann bei Ablehnung HIS-Pool-Eintrag erzeugen – anonyme Voranfrage schützt davor
  • PlanungssicherheitVolle Transparenz: Sie wissen exakt, was gedeckt ist und was nicht

Moratorium

Automatische Deckung nach Ablauf der Ausschlussfrist
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen beim Abschluss – einfacher Einstieg
  • EntscheidungszeitpunktVorerkrankungen werden erst nach 24 Monaten ohne Symptome oder Behandlung mitversichert
  • Vorerkrankungen im SchutzVorerkrankungen in den ersten zwei Jahren vollständig ausgeschlossen
  • WartezeitZwei Jahre Wartezeit für vorbestehende Erkrankungen – Lücke im Schutz für diese Zeit
  • Datenweitergabe / HIS-PoolKein formaler Antrag mit Gesundheitsangaben – kein HIS-Pool-Risiko beim Abschluss
  • PlanungssicherheitUnsicherheit: Ob Erkrankung als 'vorbestehend' gilt, entscheidet der Versicherer im Leistungsfall
SCHRITT-FÜR-SCHRITT

So erhalten Sie Ihre IPMI für Saudi-Arabien

Von der Bedarfsanalyse bis zum Iqama-tauglichen Versicherungsnachweis – fünf strukturierte Schritte.

  1. 1
    Bedarf klären1–2 Tage

    Haben Sie bereits eine Arbeitgeberversicherung? Wenn ja, welche Lücken weist sie auf? Müssen Familienangehörige mitversichert werden? Diese Fragen bestimmen, welchen Leistungsumfang Ihre IPMI abdecken muss – stationär, ambulant, Zahn, psychische Gesundheit, Rücktransport.

  2. 2
    Gesundheitssituation einschätzen2–5 Tage

    Liegen Vorerkrankungen vor? Wenn ja, ist eine anonyme Risikovoranfrage der richtige erste Schritt. Dabei wird Ihr Gesundheitsprofil ohne formalen Antrag bei mehreren Versicherern geprüft – kein HIS-Pool-Eintrag, kein Risiko für künftige Anträge.

  3. 3
    Anbieter anbieterübergreifend vergleichen3–7 Tage

    Kein Tarif passt für alle. Ein Vergleich über alle relevanten IPMI-Anbieter – Allianz Care, April International, Cigna, BDAE, Foyer, Morgan Price, PassportCard, Mawista, HanseMerkur, Genki, ALC Health und weitere – gibt Ihnen die Grundlage für eine fundierte Entscheidung. Die Beitragsunterschiede bei gleicher Leistung können mehrere Hundert Euro jährlich betragen.

  4. 4
    Antrag stellen und Unterlagen einreichen3–10 Tage

    Je nach Anbieter und Tarif werden unterschiedliche Gesundheitsangaben verlangt. Ein erfahrener Broker begleitet Sie dabei, stellt Vollständigkeit sicher und übernimmt die Kommunikation mit dem Versicherer – das vermeidet Fehler, die im Leistungsfall zum Problem werden.

  5. 5
    Iqama-Anforderungen erfüllenVor Einreise

    Stellen Sie sicher, dass Ihre Police die saudischen Mindestanforderungen erfüllt und von den Behörden für Ausstellung oder Verlängerung der Iqama anerkannt wird. Ihr Broker prüft die Konformität vor Einreichung.

ANBIETER-ÜBERBLICK

Führende IPMI-Anbieter für Saudi-Arabien

Alle genannten Anbieter decken Saudi-Arabien ab. Leistungsumfang, Beiträge und Eignung variieren je nach persönlicher Situation erheblich – ein Vergleich lohnt sich.

April International
Modular aufgebaut, digitaler Fokus, klare Saudi-Arabien-Abdeckung.
ZielgruppeDigital-affine Expats, die flexible Tarifbausteine schätzen
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
BDAE
Hamburger Spezialist für Auslandsaufenthalte, deutschsprachige Beratung.
ZielgruppeDeutschsprachige Expats mit Langzeitaufenthalt außerhalb Europas
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Cigna Global
Einer der größten internationalen KV-Anbieter, 24/7-Notfallhotline, individuell anpassbar.
ZielgruppeExpats mit höherem Absicherungsbedarf und internationaler Mobilität
ab/Monatab ca. 120 €
Details →
Foyer Global Health
Starke stationäre Leistungen, faire Konditionen bei Mitversicherung von Kindern.
ZielgruppeFamilien mit Kindern in Saudi-Arabien
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
MAWISTA
Klare Produktlinie 'Mawista Expatriate' für Langzeitaufenthalte ausgelegt.
ZielgruppeExpats mit klar definierten Aufenthaltsdauern und Basisabsicherungsbedarf
ab/Monatab ca. 55 €
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Morgan Price
Britischer Spezialist mit starker Nahost-Präsenz, Direktabrechnung mit lokalen Kliniken.
ZielgruppeExpats, die regionale Expertise im Nahen Osten priorisieren
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Vorgeladene Karte statt Kostenerstattung – direktes Bezahlen in der Klinik.
ZielgruppeExpats, die bürokratischen Erstattungsaufwand vollständig vermeiden möchten
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Genki
Einfach strukturiert, online abschließbar, eher als Einstiegslösung für Jüngere.
ZielgruppeJunge Expats ohne Vorerkrankungen mit geringerem Absicherungsbedarf
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Anonyme Risikovoranfrage: Kein HIS-Pool-Eintrag bei Ablehnung
Wer mit Vorerkrankungen direkt einen IPMI-Antrag stellt, riskiert bei Ablehnung einen Eintrag im HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft). Dieser Eintrag kann künftige Anträge bei anderen Versicherern erschweren. Insurancy prüft Ihren Fall vorab anonym bei mehreren Versicherern – ohne formalen Antrag, ohne Eintrag, ohne Risiko. Sie erhalten ein realistisches Bild Ihrer Konditionen, bevor überhaupt ein Vertrag in Betracht gezogen wird.
FÜR WEN DIESER LEITFADEN GILT

Wer in Saudi-Arabien eine eigenständige IPMI braucht

Entsandte Fachkräfte
Konzernmitarbeiter mit Arbeitgeberpolice haben oft Lücken: Familienangehörige, Zahnleistungen und psychische Versorgung sind häufig ausgeschlossen. Eine ergänzende IPMI schließt diese Lücken zuverlässig.
Selbstständige und Freiberufler
Ohne Arbeitgeber besteht keine automatische Grundversicherung. Selbstständige in Saudi-Arabien müssen eigenständig eine IPMI abschließen, die den Iqama-Anforderungen entspricht.
Expat-Familien
Wer Ehepartner und Kinder mitbringt, muss deren Versicherungsschutz in der Regel selbst organisieren. Viele IPMI-Anbieter bieten günstige Familientarife – ein Vergleich zahlt sich aus.
Expats mit Vorerkrankungen
Chronische Erkrankungen oder frühere Behandlungen müssen kein Ausschlussgrund sein. Mit anonymer Risikovoranfrage, FMU oder Moratorium gibt es für fast jede Situation einen sicheren Weg zur IPMI.
TARIF-CHECKLISTE

Worauf Sie bei der IPMI-Wahl für Saudi-Arabien achten müssen

  • Stationäre Behandlung vollständig gedecktMindestvoraussetzung für jede IPMI – und Grundlage für die Iqama-Anforderungen.
  • Ambulante Leistungen inklusiveArztbesuche und Spezialisten im Privatsektor sind in Saudi-Arabien kostspielig. Ambulante Deckung schützt auch bei Alltagsbeschwerden.
  • Geografische Abdeckung: Naher Osten + EuropaMindestens Naher Osten plus Europa für Heimatbesuche. Weltweite Deckung sinnvoll bei internationaler Mobilität.
  • Medizinischer Rücktransport nach DeutschlandBei schweren Erkrankungen oder fehlendem Spezialisten vor Ort kann ein Rücktransport lebensrettend sein. Dieser Baustein darf nicht fehlen.
  • Direktabrechnung mit PrivatklinikenKliniken in Saudi-Arabien verlangen Vorauszahlungen. Direktabrechnung durch den Versicherer vermeidet hohe Eigenvorleistungen.
  • Selbstbeteiligung passend zum Gesundheitszustand wählenHöhere Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, erhöht aber das Kostenrisiko. Nur sinnvoll bei stabiler Gesundheit ohne regelmäßigen Behandlungsbedarf.
  • Zahnbehandlung und psychische Gesundheit prüfenDiese Bausteine fehlen in vielen Basistarifen. Wer langfristig in Saudi-Arabien lebt, sollte sie gezielt einschließen.
  • Familienangehörige mitversicherbarEhepartner und Kinder sind vom Arbeitgebertarif meist ausgeschlossen. Achten Sie auf faire Konditionen bei der Familienmitversicherung.
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur Krankenversicherung in Saudi-Arabien

Gilt meine deutsche GKV auch in Saudi-Arabien?
Nein. Zwischen Deutschland und Saudi-Arabien besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen übernehmen keinerlei Kosten für Behandlungen im Königreich. Wer Deutschland für einen längeren Zeitraum verlässt und abgemeldet wird, verliert zudem den GKV-Schutz vollständig. Eine eigenständige internationale Krankenversicherung ist zwingend erforderlich.
Was passiert, wenn mein Arbeitgeber bereits eine Versicherung für mich abschließt?
Viele Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Basispolice bereitzustellen, die die saudischen Mindestanforderungen erfüllt. Diese Tarife sind jedoch häufig auf das gesetzliche Minimum begrenzt: Familienangehörige, Zahnbehandlungen und psychische Gesundheitsversorgung sind oft ausgeschlossen. Es lohnt sich, die Police genau zu prüfen und Lücken mit einer ergänzenden IPMI zu schließen.
Ich habe eine Vorerkrankung – bekomme ich trotzdem eine IPMI für Saudi-Arabien?
In den meisten Fällen ja, wenn der richtige Weg gewählt wird. Eine anonyme Risikovoranfrage ermöglicht eine HIS-Pool-freie Prüfung Ihrer Optionen, bevor ein formaler Antrag gestellt wird. Je nach Erkrankung kommen Full Medical Underwriting (volle Prüfung, klare Konditionen) oder das Moratoriumsmodell (kein Fragebogen, aber zweijährige Wartezeit für Vorerkrankungen) in Frage.
Was ist der HIS-Pool und warum ist er relevant?
Der HIS-Pool ist das Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft. Wird ein IPMI-Antrag abgelehnt, kann dieser Vorgang dort gespeichert werden und künftige Anträge bei anderen Versicherern erschweren. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen Broker wie Insurancy verhindert dieses Risiko, da kein formaler Antrag gestellt wird, bevor realistische Konditionen bekannt sind.
Wie unterscheidet sich HanseMerkur von spezialisierten IPMI-Anbietern?
HanseMerkur bietet internationale Tarife für Langzeitaufenthalte an und ist deutschsprachigen Kunden vertraut. Für komplexe Expat-Fälle – insbesondere mit Vorerkrankungen, Familien oder spezifischen Saudi-Arabien-Anforderungen – sind jedoch reine IPMI-Spezialisten wie April International, Cigna Global, Morgan Price oder Allianz Care in der Regel besser aufgestellt. Der Vergleich über alle Anbieter hinweg ist entscheidend.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Saudi-Arabien ungefähr?
Die Beiträge variieren stark nach Alter, Gesundheitszustand, Leistungsumfang und Anbieter. Als Orientierung: Jüngere Expats (25–35 Jahre) ohne Vorerkrankungen zahlen ca. 80–200 € pro Monat. Expats mittleren Alters (40–50 Jahre) können mit 200–400 € rechnen. Familien liegen entsprechend höher. Die Unterschiede zwischen Anbietern bei gleicher Leistung können mehrere Hundert Euro jährlich betragen.
Was ist bei einer IPMI für die Region Medina oder Mekka zu beachten?
Für Expats in der Region Hedschas gelten besondere Einreisebeschränkungen für Nicht-Muslime in Mekka und Medina. Bei der Tarifwahl sollte explizit geprüft werden, ob die Police landesweiten Schutz bietet – inklusive dieser Regionen. Insurancy hat mit einer eigenen Beratungsschwerpunkt für die Medina-Region Erfahrung in diesem spezifischen Kontext.
Wie lange dauert der Abschluss einer IPMI für Saudi-Arabien?
Der Prozess dauert typischerweise ein bis drei Wochen – von der ersten Bedarfsanalyse bis zum vorliegenden Versicherungsnachweis. Bei Vorerkrankungen und anonymer Risikovoranfrage sollten Sie etwas mehr Zeit einplanen. Beantragen Sie die Versicherung deutlich vor Ihrer Ausreise, damit der Iqama-Nachweis rechtzeitig vorliegt.

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