Der Tschad gehört zu den Ländern mit der niedrigsten Ärztedichte weltweit. Im Schnitt kommt ein Arzt auf rund 20.000 Menschen. In Deutschland sind es etwa 4 Ärzte pro 1.000 Einwohner — ein Verhältnis, das kaum greifbarer sein könnte.
In der Hauptstadt N'Djamena gibt es eine Handvoll Kliniken mit akzeptabler Grundausstattung. Außerhalb davon — in den ländlichen Regionen, wo viele Entwicklungshelfer, Missionare oder Projektmitarbeiter tätig sind — fehlt es an qualifiziertem Personal, an Medikamenten und an funktionierender medizinischer Ausrüstung.
Planbare Operationen sollten nach offizieller Empfehlung grundsätzlich nicht im Tschad, sondern in Europa durchgeführt werden. Das ist keine Übervorsicht, sondern die nüchterne Einschätzung von Experten, die die Verhältnisse vor Ort kennen.