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IPMI für Österreich: der Vergleich für Expats & Auswanderer

Wer dauerhaft in Österreich lebt, braucht mehr als eine Reiseversicherung. Dieser Leitfaden vergleicht 12 IPMI-Anbieter transparent, erklärt die österreichische Sozialversicherungspflicht und zeigt konkrete Lösungen — auch bei Vorerkrankungen.

  • 80–260 € Monatsprämie typisch
  • 12 Anbieter im Direktvergleich
  • ab 58 € günstigster Einstieg
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reiseversicherung reicht nicht. Für einen Langzeitaufenthalt in Österreich wird eine IPMI benötigt — österreichische Behörden erkennen Reisekrankenversicherungen für den Aufenthaltstitel oft nicht an.
  • Sozialversicherungspflicht entscheidet die Rolle der IPMI. Angestellte werden automatisch bei der ÖGK pflichtversichert; Remote-Arbeitnehmer für ausländische Arbeitgeber benötigen die IPMI als primäre Absicherung.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlussgrund. Über anonyme Risikovoranfragen lassen sich Konditionen sondieren, ohne eine Ablehnung in der Versicherungshistorie zu riskieren.
  • Deckungssumme und Gebiet bestimmen die Prämie. Ein reiner Europa-Tarif ohne USA-Einschluss ist oft 30–50 % günstiger als ein Weltweittarif — für viele Österreich-Expats ausreichend.
  • Anbieterwahl ist individuell. Prämien, Leistungstiefe und Vorerkrankungs-Handling unterscheiden sich erheblich — ein marktbreiter Vergleich spart Geld und schließt Lücken.
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GRUNDLAGEN

Was IPMI ist — und warum sie in Österreich entscheidend ist

Von der Definition über die Sozialversicherungspflicht bis zum Aufenthaltstitel-Nachweis.

IPMI vs. Reisekrankenversicherung: der entscheidende Unterschied

Reiseversicherungen enden nach 45–90 Tagen — IPMI schützt dauerhaft.

Eine klassische Auslandsreisekrankenversicherung ist für Urlauber und Kurzreisende konzipiert. Sie deckt typischerweise Aufenthalte von maximal 45 bis 90 Tagen ab, enthält keine Leistungen für chronische Erkrankungen und endet automatisch bei Rückkehr ins Heimatland — für Expats, die Österreich als neuen Lebensmittelpunkt wählen, keine tragfähige Grundlage.

Eine IPMI (International Private Medical Insurance) hingegen ist auf Langzeitaufenthalte ausgelegt, häufig mit Laufzeiten von einem Jahr und mehr. Sie deckt neben Notfallbehandlungen auch planbare Eingriffe, Vorsorgeuntersuchungen, Zahnbehandlungen (je nach Tarif), psychische Gesundheit und chronische Erkrankungen ab. Für Expats, die in Österreich leben und arbeiten, ist die IPMI die einzige Versicherungsform mit wirklich umfassendem Schutz.

  • Reiseversicherung: max. 45–90 Tage, kein Schutz bei Vorerkrankungen
  • IPMI: Laufzeit ab einem Jahr, chronische Erkrankungen einschließbar
  • Behörden in Österreich erkennen Reisekrankenversicherungen für Aufenthaltstitel oft nicht an

Österreichische Sozialversicherungspflicht: wann IPMI ergänzt, wann sie primär absichert

Angestellte bei ÖGK pflichtversichert — Remote-Arbeitnehmer brauchen primäre IPMI.

Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Sozialversicherungssystem. Wer in Österreich angestellt oder selbstständig tätig ist, wird automatisch pflichtversichert — in der Regel bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) oder der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS). In diesen Fällen kann die IPMI die Pflichtversicherung nicht ersetzen, sondern funktioniert als sinnvolle Ergänzung: Privatarztzugang, kürzere Wartezeiten, Behandlungen außerhalb Österreichs.

Für Expats, die für einen ausländischen Arbeitgeber remote arbeiten, bestimmte Drittstaatsangehörige oder Personen in einer Übergangsphase gilt häufig das Gegenteil: Sie unterliegen oft keiner österreichischen Sozialversicherungspflicht und benötigen eine private internationale Krankenversicherung als primäre Absicherung — gesetzlich notwendig, nicht nur empfehlenswert.

Krankenversicherungsnachweis für den Aufenthaltstitel in Österreich

Mindestens 30.000 € Deckung, Gültigkeit für Österreich, Polizze auf Deutsch.

Wer einen österreichischen Aufenthaltstitel beantragt — etwa beim Magistrat Wien (MA 35) oder einer anderen zuständigen Behörde —, muss einen Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz vorlegen. Die Behörden prüfen, ob die Police tatsächlich die Kosten einer medizinischen Versorgung in Österreich abdeckt. Nicht jede internationale Police wird automatisch anerkannt.

  • Deckungssumme: mindestens 30.000 € für EU-Bürger, für Drittstaatsangehörige höhere Summen empfohlen
  • Gültigkeitsgebiet: muss explizit Österreich bzw. Europa umfassen
  • Laufzeit: mindestens so lang wie die beantragte Aufenthaltsdauer
  • Dokumentation: Polizze und Versicherungsbestätigung auf Deutsch oder mit beglaubigter Übersetzung
FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Welches Expat-Profil passt zu Ihnen?

Angestellter Expat in Österreich
Automatisch bei der ÖGK pflichtversichert — IPMI als Ergänzung für Privatarztzugang und internationale Mobilität. Empfehlenswert: modulare Tarife von BDAE, Foyer Global Health oder Now Health ab ca. 80–100 € monatlich.
Remote-Arbeitnehmer & Selbstständige
Ohne österreichische Sozialversicherungspflicht ist die IPMI primäre Absicherung — und muss Aufenthaltstitel-Anforderungen erfüllen. Cigna Global, Allianz Care oder BDAE Expat Infinity mit Europa-Deckung ab 1 Mio. € Deckungssumme empfohlen.
Expats mit Vorerkrankungen
Anonyme Risikovoranfrage vor Antragstellung schützt die Versicherungshistorie. FMU-Tarife prüfen; Moratoriumsmodell als Alternative bei hohen Zuschlägen. Persönliche Begleitung durch einen Makler ist unerlässlich.
Familien & ältere Expats
Familienpolicen bei AXA Global Healthcare oder Allianz Care oft günstiger als Einzelpolicen. Expats ab 55 Jahren: frühzeitig abschließen, da viele Anbieter Altersgrenzen für Neuabschlüsse setzen. Bupa Global bietet auch für ältere Versicherte Tarife an.
ANBIETER-VERGLEICH

Die führenden IPMI-Anbieter für Österreich

12 Anbieter im Überblick — Prämien, Vorerkrankungs-Handling und Besonderheiten auf einen Blick.

Cigna Global
Modulare Tarife, global portabel — ideal für Expats mit mehreren Stationen.
ZielgruppeInternationale Expats, digitale Nomaden
ab/Monatab 110 €
Details →
BDAE
DACH-Fokus, transparente Tarifstruktur — erste Wahl für deutschsprachige Expats.
ZielgruppeAuswanderer aus dem DACH-Raum
ab/Monatab 95 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Spezialist mit starkem Europa-Fokus und behördenkonformen Tarifen.
ZielgruppeExpats in der DACH-Region
ab/Monatab 100 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
April International
Transparente Bedingungen, modularer Aufbau, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
ZielgruppeAuswanderer, Familien, mittleres Budget
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
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MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
METHODEN-VERGLEICH

FMU vs. Moratorium: Welches Modell passt bei Vorerkrankungen?

Beide Wege führen zum Versicherungsschutz — aber mit sehr unterschiedlichen Konditionen und Risiken.

Vollständige Gesundheitsprüfung (FMU)

Individuell geprüft — klare Konditionen vor Vertragsabschluss
  • GesundheitsprüfungDetaillierter Gesundheitsfragebogen erforderlich
  • EntscheidungszeitpunktSofortige verbindliche Entscheidung über Zuschläge und Ausschlüsse
  • Vorerkrankungen im SchutzVorerkrankungen können mit Zuschlag oder spezifischem Ausschluss mitversichert werden
  • WartezeitKeine Wartezeit — voller Schutz ab Versicherungsbeginn
  • AblehnungsrisikoAblehnung in Einzelfällen möglich; anonyme Voranfrage schützt die Historie
  • PlanungssicherheitHohe Planungssicherheit: Umfang des Schutzes steht fest

Moratoriumsmodell

Kein Fragebogen — aber 24 Monate Wartezeit für bekannte Leiden
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen — Einstieg ohne bürokratische Hürde
  • EntscheidungszeitpunktVorerkrankungen zunächst generell ausgeschlossen; Entscheidung fällt erst nach Wartezeit
  • Vorerkrankungen im SchutzAutomatische Mitversicherung nach 24 symptomfreien Monaten
  • Wartezeit24 Monate Wartefrist — Behandlungskosten für bekannte Erkrankungen in dieser Zeit selbst tragen
  • AblehnungsrisikoKeine Ablehnung wegen Vorerkrankungen — Versicherungshistorie bleibt sauber
  • PlanungssicherheitPlanungssicherheit erst nach Ablauf der Wartezeit gegeben
Abgelehnte Anträge werden gespeichert
Wer direkt einen formellen Antrag stellt und abgelehnt wird, riskiert einen negativen Eintrag in der Versicherungshistorie — das erschwert künftige Antragsstellungen erheblich. Eine anonyme Risikovoranfrage über einen Makler vermeidet dieses Risiko: Gesundheitsdaten werden ohne Namen an mehrere Versicherer übermittelt, und das Ergebnis zeigt Konditionen, ohne eine Ablehnung zu dokumentieren. Immer zuerst anonym anfragen.
ANTRAGSPROZESS

Schritt für Schritt zur richtigen IPMI für Österreich

  1. 1
    Eigene Situation klären

    Bin ich in Österreich sozialversicherungspflichtig? Benötige ich die Versicherung für einen Aufenthaltstitel? Habe ich Vorerkrankungen? Plane ich Behandlungen auch außerhalb Österreichs? Diese Fragen bestimmen, welche Art von IPMI benötigt wird — und ob sie primäre Absicherung oder Ergänzung ist.

  2. 2
    Deckungsbedarf definieren

    Welche Leistungsbereiche sind unverzichtbar: stationäre Behandlung, ambulante Versorgung, Zahnleistungen, Mutterschaft, psychische Gesundheit, Repatriierung? Ein höherer Selbstbehalt (z.B. 500 oder 1.000 € jährlich) kann die Prämie deutlich senken.

  3. 3
    Anonyme Risikovoranfrage (bei Vorerkrankungen)

    Vor jedem formellen Antrag: Gesundheitsdaten anonym an mehrere Versicherer übermitteln lassen. So werden Konditionen und mögliche Zuschläge bekannt, ohne eine Ablehnung in der Versicherungshistorie zu riskieren. Dieser Schritt ist besonders wichtig, weil eine dokumentierte Ablehnung spätere Anträge erschwert.

  4. 4
    Angebote vergleichen und Anbieter wählen

    Mindestens drei bis fünf Angebote einholen — idealerweise über einen Makler, der den Markt überblickt. Nicht nur auf den Preis achten, sondern auf Wartezeiten, Ausschlüsse, Obergrenzen für bestimmte Behandlungen und Direktabrechnungsoptionen.

  5. 5
    Antrag stellen und Unterlagen für die Behörden vorbereiten

    Nach Antragsannahme erhalten Sie Polizze und Versicherungsbestätigung. Für den Aufenthaltstitel in Österreich werden diese Dokumente in der Regel auf Deutsch oder mit beglaubigter Übersetzung benötigt. Anforderungen vorab mit der zuständigen Behörde (z.B. MA 35 in Wien) klären.

  6. 6
    Police jährlich überprüfen

    Lebensumstände ändern sich: Familienzuwachs, Jobwechsel, Wohnortwechsel, veränderte Gesundheitssituation. Eine jährliche Überprüfung stellt sicher, dass der Schutz weiterhin zur aktuellen Situation passt.

Persönliche Antragsbegleitung: Was einen Makler vom Vergleichsrechner unterscheidet
Algorithmusbasierte Vergleichsrechner (wie Check24 oder Durchblicker) zeigen Prämien — aber sie begleiten Sie nicht durch eine Gesundheitsprüfung, führen keine anonyme Risikovoranfrage durch und kennen nicht die Feinheiten der österreichischen Aufenthaltstitel-Anforderungen. Ein Makler nach §34d GewO übermittelt Gesundheitsangaben korrekt und vollständig, was spätere Leistungsstreitigkeiten im Ernstfall erheblich reduziert. Insurancy führt für Expats mit Vorerkrankungen systematische anonyme Risikovoranfragen bei über 12 IPMI-Anbietern durch und begleitet den gesamten Antragsprozess — von der ersten Anfrage bis zur fertigen Polizze.
TYPISCHE SZENARIEN

Drei Expat-Szenarien — konkret durchgespielt

Wie unterschiedliche Situationen zu unterschiedlichen IPMI-Lösungen führen.

Szenario: Selbstständige Grafikdesignerin zieht nach Wien

Remote-Arbeit für deutsches Unternehmen, kein österreichischer Sozialversicherungsanschluss.

Julia, 34, wechselt ihren Wohnsitz nach Wien und arbeitet weiterhin remote für ihren deutschen Auftraggeber. Da sie weder angestellt noch als Selbstständige in Österreich registriert ist, unterliegt sie zunächst keiner österreichischen Sozialversicherungspflicht. Sie braucht eine IPMI als primäre Krankenversicherung — und diese muss vom Magistrat Wien als ausreichend anerkannt werden.

Ihre Lösung: Ein Europa-Tarif von Foyer Global Health mit einer Deckungssumme von 2 Millionen Euro, Selbstbehalt 500 € jährlich. Monatsprämie: ca. 98 €. Die Versicherungsbestätigung wird in deutscher Sprache ausgestellt und direkt für den Aufenthaltstitel eingereicht.

  • Keine ÖGK-Pflichtmitgliedschaft — IPMI ist primäre Absicherung
  • Europa-Tarif ausreichend, da keine regelmäßigen USA-Aufenthalte geplant
  • Selbstbehalt 500 € senkt Prämie spürbar ohne echtes Risiko für große Kosten

Szenario: Expatriate-Manager mit gut eingestelltem Bluthochdruck

Vorerkrankung vorhanden — welche Option schützt ohne Überraschungen?

Thomas, 48, wird von seinem Arbeitgeber nach Österreich entsendet. Er hat seit Jahren gut eingestellten Bluthochdruck und nimmt täglich Medikamente. Sein Arbeitgeber übernimmt keine IPMI; er muss selbst handeln.

Schritt 1: Anonyme Risikovoranfrage über Insurancy an fünf IPMI-Anbieter. Ergebnis: Zwei Anbieter (darunter Allianz Care) bieten FMU-Tarife mit einem Risikozuschlag von 15 % auf die Grundprämie an; Bluthochdruck wird mit eingeschlossen. Ein dritter Anbieter würde Bluthochdruck vollständig ausschließen. Das Moratoriumsmodell wäre theoretisch möglich, ist aber weniger sinnvoll, da Thomas bereits Medikamente nimmt und eine 24-monatige Wartezeit kein realistischer Puffer ist.

Seine Lösung: Allianz Care mit FMU, Weltweittarif, Deckungssumme 1 Mio. €, Selbstbehalt 1.000 €. Monatsprämie inkl. Zuschlag: ca. 178 €.

Szenario: Familie mit zwei Kindern, Umzug von München nach Salzburg

Vier Personen, unterschiedliche Bedürfnisse — Familienpolicen können deutlich sparen.

Familie Müller (Eltern 38 und 36 Jahre, zwei Kinder 8 und 5 Jahre) zieht für eine Stelle des Vaters nach Salzburg. Der Vater wird über seinen österreichischen Arbeitgeber bei der ÖGK pflichtversichert. Die Mutter — ebenfalls berufstätig, aber für einen deutschen Arbeitgeber — und die Kinder benötigen eigene Absicherung.

Eine Familienpolice bei AXA Global Healthcare erweist sich als kosteneffizienter als drei Einzelpolicen: Die Kinder werden zu vergünstigten Sätzen mitversichert, Mutterschaftsleistungen sind bereits inklusive. Monatliche Gesamtprämie für Mutter und beide Kinder: ca. 210 €. Direktabrechnung mit lokalen Salzburger Privatkliniken vereinfacht die Abwicklung erheblich.

  • Familienpolicen bis zu 30 % günstiger als separate Einzelpolicen
  • Kindervorsorge und Impfleistungen im Basstarif enthalten
  • Direktabrechnung vermeidet Vorleistungspflicht bei Arztbesuchen
HÄUFIGE FEHLER

Diese Fehler kosten Expats Schutz und Geld

  • Reisekrankenversicherung statt IPMI abschließenFür Langzeitaufenthalte nicht geeignet und von österreichischen Behörden oft nicht als Aufenthaltstitel-Nachweis akzeptiert.
  • Zu niedrige Deckungssumme wählenFür den Aufenthaltstitel und echten Schutz sollte die Deckungssumme mindestens 1 Million Euro betragen — Tarife mit sehr niedrigen Obergrenzen können bei schweren Erkrankungen schnell erschöpft sein.
  • USA/Kanada ohne Notwendigkeit einschließenWeltweittarife mit Nordamerika-Einschluss kosten 30–50 % mehr. Wer dauerhaft in Österreich lebt, benötigt diesen Zusatz meist nicht.
  • Vorerkrankungen unvollständig angebenUnvollständige Gesundheitsangaben können im Leistungsfall zur Ablehnung führen. Vollständige Angaben bei Antragstellung schützen vor bösen Überraschungen.
  • Direkt beim erstbesten Anbieter abschließenOhne Marktüberblick zahlt man oft zu viel oder hat Lücken im Schutz. Mindestens drei bis fünf Angebote vergleichen.
  • Behördenanforderungen für Aufenthaltstitel ignorierenNicht jede internationale Police wird automatisch anerkannt. Deckungssumme, Gültigkeitsgebiet und Dokumentensprache müssen den Anforderungen der österreichischen Behörden entsprechen.
Insurancy-Fachberater IPMI
MAKLER-EINSCHÄTZUNG
Wer in Österreich einen Aufenthaltstitel beantragt und gleichzeitig Vorerkrankungen hat, sollte niemals blind einen formellen Antrag stellen. Eine anonyme Risikovoranfrage dauert ein bis zwei Werktage und kann eine dokumentierte Ablehnung verhindern, die den gesamten weiteren Versicherungsweg verbaut.
Insurancy-Fachberater IPMI · Versicherungsmakler §34d GewO, Spezialisierung internationale Krankenversicherung
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur IPMI in Österreich — konkret beantwortet

Wird meine internationale Krankenversicherung vom Magistrat Wien (MA 35) für den Aufenthaltstitel anerkannt?
Nicht automatisch. Die Behörde prüft, ob die Police tatsächlich die Kosten einer medizinischen Versorgung in Österreich abdeckt. Mindestanforderungen: Deckungssumme von mindestens 30.000 € für EU-Bürger, Gültigkeitsgebiet muss Österreich oder Europa explizit umfassen, Laufzeit mindestens so lang wie der beantragte Aufenthaltstitel. Die Polizze muss auf Deutsch vorliegen oder mit beglaubigter Übersetzung eingereicht werden. Vor Antragstellung empfiehlt sich eine Rückfrage bei der zuständigen Behörde zu den aktuellen Anforderungen.
Was unterscheidet Care Concept und DR-WALTER von globalen Anbietern wie Cigna Global oder Allianz Care?
Care Concept positioniert sich mit klar strukturierten Tarifen (Basic, Comfort, Premium) ohne modulare Komplexität und bietet Laufzeiten bis zu fünf Jahren — attraktiv für Expats, die eine einfache Entscheidungsstruktur bevorzugen. Besonderheit: das Akut-Versicherungsmodell für bekannte Vorerkrankungen. DR-WALTER hingegen ist primär Spezialmakler und Kooperationspartner von Deutsche-im-Ausland.org; seine Stärke liegt in der Beratungstiefe für Deutsche im Ausland, weniger in modularer Flexibilität. Cigna Global und Allianz Care bieten dagegen globale Portabilität, breitere Netzwerke und umfangreichere Individualisierungsmöglichkeiten — zu entsprechend höheren Prämien.
Wie hoch sind die Kosten für eine internationale Krankenversicherung in Österreich realistisch?
Für gesunde Erwachsene unter 40 Jahren beginnen Einstiegstarife bei ca. 58 € (Care Concept Basic) bis ca. 95 € (BDAE) monatlich. Umfassendere Tarife mit Weltweite-Deckung und niedrigem Selbstbehalt liegen zwischen 120 und 160 € für Unter-40-Jährige. Ab 50 Jahren steigen die Prämien deutlich — Tarife mit vollständigem Leistungsumfang können 200 € und mehr kosten. Der größte Einzelfaktor ist das Alter; danach folgen Deckungsgebiet, Selbstbehalt und Zusatzleistungen wie Zahn oder Mutterschaft.
Kann ich auch mit Diabetes oder Bluthochdruck eine IPMI für Österreich abschließen?
In den meisten Fällen ja. Gut eingestellte chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes werden von mehreren Anbietern per FMU mitversichert — oft mit einem Risikozuschlag von 10–25 % auf die Grundprämie. Das Moratoriumsmodell ist theoretisch auch möglich, aber weniger sinnvoll bei Erkrankungen, die laufende Medikation erfordern. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt vorab, welcher Anbieter zu welchen Konditionen bereit ist — ohne eine dokumentierte Ablehnung zu riskieren.
Was ist der Unterschied zwischen FMU und Moratorium, und welches Modell passt besser?
Beim FMU (Full Medical Underwriting) wird ein detaillierter Gesundheitsfragebogen ausgefüllt; der Versicherer entscheidet individuell über Zuschläge oder Ausschlüsse — dafür besteht sofort voller Schutz. Beim Moratoriumsmodell entfällt der Fragebogen, aber bekannte Vorerkrankungen sind die ersten 24 Monate generell ausgeschlossen. FMU ist besser für Expats, die sofortigen Schutz benötigen oder den Aufenthaltstitel-Nachweis zügig brauchen. Das Moratorium passt eher zu stabilen Erkrankungen, die kurzfristig keine Behandlung erfordern, und zu Expats, die den Antragsprozess ohne Fragebogen durchlaufen wollen.
Muss ich in Österreich neben meiner IPMI auch in die ÖGK einzahlen?
Das hängt von Ihrer Beschäftigungsform ab. Wer in Österreich angestellt ist oder sich als Selbstständige bei der SVS registriert, wird automatisch pflichtversichert — die ÖGK-Beiträge sind dann Pflicht, die IPMI kommt als Ergänzung dazu. Wer hingegen für einen ausländischen Arbeitgeber remote arbeitet und in Österreich weder angestellt noch selbstständig registriert ist, unterliegt oft keiner österreichischen Pflichtversicherung. In diesem Fall ist die IPMI die einzige Krankenversicherung. Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fragen sollten mit einem Steuerberater geklärt werden.
Wie lange dauert der Antragsprozess, und wann bin ich versichert?
Bei Tarifen ohne Vorerkrankungen und ohne FMU-Prüfung kann der Schutz innerhalb von ein bis drei Werktagen beginnen. Bei FMU-Tarifen mit komplexer Gesundheitshistorie können Risikoprüfung und Angebotserstellung ein bis zwei Wochen dauern. Wer unter Zeitdruck für einen Aufenthaltstitel steht, sollte den Prozess mindestens drei bis vier Wochen vor dem Behördentermin anstoßen. Eine frühzeitige anonyme Risikovoranfrage beschleunigt die anschließende Antragstellung erheblich.
Lohnt es sich, auch Foyer Global Health oder Henner in den Vergleich einzubeziehen?
Foyer Global Health ist besonders für Expats in der DACH-Region attraktiv: Die Tarife sind auf die spezifischen Anforderungen europäischer Behörden zugeschnitten und bieten solide Grundleistungen ab ca. 100 € monatlich. Henner ist ein französischer Spezialist mit starker Präsenz für Unternehmensexpats und Familien in Europa; er bietet individuelle Lösungen auch für komplexere Gesundheitssituationen. Beide Anbieter sind für Österreich-Expats relevante Alternativen zu den bekannteren globalen Marken — ein anbieterübergreifender Vergleich durch einen Makler deckt beide mit ab.

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