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Paraguay absichern: Der IPMI-Vergleich für Auswanderer

Kein Sozialversicherungsabkommen, keine Versicherungspflicht — wer nach Paraguay auswandert, trägt das volle finanzielle Risiko selbst. Dieser Leitfaden vergleicht zwölf führende IPMI-Anbieter, klärt den Umgang mit Vorerkrankungen und zeigt, wie die anonyme Risikovoranfrage funktioniert.

  • 12 Anbieter im IPMI-Vergleich
  • ab 80 € Prämie monatlich
  • 0 Abkommen mit Deutschland
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • GKV endet beim Auswandern. Deutschland hat kein Sozialversicherungsabkommen mit Paraguay. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt dort nicht — eine IPMI-Police ist kein Luxus, sondern Pflichtbasis.
  • Keine Versicherungspflicht heißt volles Eigenrisiko. Paraguay kennt keine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Wer unversichert ist, zahlt Arztkosten, Operationen und Klinikaufenthalte vollständig selbst — ohne staatliches Auffangnetz.
  • IPMI schlägt lokale Police fast immer. Lokale Tarife gelten nur in Paraguay. Bei Heimatbesuchen, Notfallevakuierung oder schweren Erkrankungen greifen sie nicht — IPMI deckt weltweit.
  • Vorerkrankungen kein Ausschlusskriterium. Wer anonym voranfragt, vermeidet HIS-Einträge und findet fast immer einen Anbieter mit akzeptablen Konditionen — Pauschalablehnungen sind die Ausnahme.
  • Prämie ist steuerbar. Durch Wahl eines höheren Selbstbehalts (500–5.000 USD/Jahr) lässt sich die Monatsrate erheblich senken — sinnvoll, da Arztbesuche in Paraguay ab 30 USD günstig sind.
Mit KI zusammenfassen
Kein Schutz durch deutsche GKV im Ausland
Das Auswärtige Amt bestätigt: Paraguay und Deutschland haben kein Sozialversicherungsabkommen. Eine freiwillige Weiterversicherung in der deutschen GKV ist nach dauerhafter Wohnsitzverlagerung ins Ausland in der Regel nicht möglich. Ohne eigene IPMI-Police besteht ab dem ersten Tag in Paraguay kein Krankenversicherungsschutz. Wer diese Lücke ignoriert, haftet im Ernstfall mit dem Privatvermögen.
OPTIONEN IM VERGLEICH

Lokale Police vs. internationale IPMI

Beide Optionen haben ihren Platz — doch für die meisten Auswanderer liefert nur eine davon echten Rundum-Schutz.

Lokale paraguayische Police

Günstig, aber nur für Paraguay
  • GeltungsbereichNur innerhalb Paraguays gültig — kein Schutz im Ausland
  • Heimatbesuche abgedecktNicht abgedeckt — bei Reisen nach Deutschland kein Schutz
  • NotfallevakuierungKein Rücktransport oder Evakuierung enthalten
  • VorerkrankungenOft pauschale Ausschlüsse, wenig Einzelfallprüfung
  • KommunikationAusschließlich auf Spanisch — Hürde für Deutschsprachige
  • Schwere ErkrankungenGrenzt bei teuren Behandlungen schnell an Deckungsgrenzen

Internationale IPMI-Police

Flexibel, weltweit, zukunftssicher
  • GeltungsbereichWeltweite Deckung oder wählbare Zonen (z. B. Lateinamerika ohne USA)
  • Heimatbesuche abgedecktHeimatbesuche in Deutschland und Reisen in Drittländer mitversichert
  • NotfallevakuierungMedizinische Evakuierung und Rücktransport standardmäßig enthalten
  • VorerkrankungenIndividuelle Risikoprüfung — Risikoaufschlag statt Pauschalausschluss möglich
  • KommunikationDeutschsprachiger Service bei BDAE, Allianz Care, HanseMerkur verfügbar
  • Schwere ErkrankungenHohe Deckungssummen für komplexe Behandlungen und Krankenhausaufenthalte
ANBIETER IM DETAIL

Zwölf IPMI-Anbieter für Paraguay — was sie unterscheidet

Kein Anbieter passt für alle. Hier stehen die entscheidenden Unterschiede — damit Sie gezielt wählen können.

Allianz Care — weltweite Marktpräsenz, hohe Deckungssummen

Größter IPMI-Anbieter weltweit — modular, deutschsprachig, Vorerkrankungen individuell bewertet.

Allianz Care (ehemals Allianz Worldwide Care) bietet umfassende Tarife mit weltweiter Deckung inklusive USA. Für Paraguay-Auswanderer relevant: starkes Netzwerk in Lateinamerika, deutschsprachiger Service und hohe Deckungssummen.

Die Tarife sind modular aufgebaut — ambulant, stationär und Zahnschutz lassen sich kombinieren. Vorerkrankungen werden individuell bewertet; ein Risikoaufschlag ist möglich, ein pauschaler Ausschluss die Ausnahme.

  • Weltweite Deckung inklusive USA wählbar
  • Deutschsprachiger Kundendienst
  • Modularer Tarifaufbau für individuelle Konfiguration
  • Preis im oberen Segment, gerechtfertigt durch Stabilität

BDAE — Spezialist für Auslandsdeutsche

Einziger Anbieter explizit auf deutschsprachige Auswanderer ausgerichtet — pragmatisch bei Vorerkrankungen.

Der Bundesverband der Deutschen im Ausland ist einer der wenigen Anbieter, der sich explizit auf deutschsprachige Auswanderer spezialisiert hat. Die Tarife 'EXPAT RESIDENT' und 'EXPAT PRIVATE PREMIUM' sind direkt auf die Bedürfnisse dauerhaft im Ausland lebender Menschen zugeschnitten.

Besonders relevant: BDAE bietet auch Lösungen für ältere Auswanderer und geht bei Vorerkrankungen pragmatischer vor als viele internationale Anbieter. Der deutschsprachige Kundenservice ist für die Zielgruppe ein entscheidender Vorteil.

  • Explizit auf deutschsprachige Auswanderer ausgerichtet
  • Lösungen für ältere Auswanderer ab 50
  • Pragmatischer Umgang mit Vorerkrankungen
  • Vollständig deutschsprachiger Kundenservice

Cigna Global — Stärke bei chronischen Erkrankungen

Über 1,65 Mio. Leistungserbringer weltweit — differenziertes Underwriting bei Vorerkrankungen.

Cigna Global ist bekannt für seine Stärke bei komplexen medizinischen Fällen und chronischen Erkrankungen. Das globale Netzwerk umfasst über 1,65 Millionen Leistungserbringer weltweit.

Für Paraguay-Auswanderer mit Vorerkrankungen ist Cigna eine ernstzunehmende Option, da das Underwriting-Team differenziert vorgeht und nicht pauschal ausschließt. Die Tarife sind modular aufgeteilt; eine stationäre Grunddeckung lässt sich günstig einstiegsorientiert konfigurieren.

  • 1,65 Mio. Leistungserbringer im Netzwerk
  • Spezialisiert auf chronische und komplexe Erkrankungen
  • Modulare Tarifstruktur mit günstiger Einstiegsoption
  • Differenziertes Underwriting statt Pauschalablehnung

Genki, PassportCard & weitere Anbieter im Überblick

Vier weitere Anbieter mit spezifischen Stärken — von digitalem Nomaden-Tarif bis Direktzahlungsmodell.

Genki Resident eignet sich für jüngere Langzeitauswanderer mit festem Wohnsitz in Paraguay. Das Modell ist vollständig digital, Antragstellung unkompliziert. Als vergleichsweise junges Unternehmen fehlt die jahrzehntelange Markthistorie etablierter Anbieter.

PassportCard funktioniert strukturell anders: Statt Erstattungsprinzip stellt PassportCard eine Prepaid-Karte aus, mit der Behandlungskosten direkt beim Arzt beglichen werden — praktisch in einem Land, wo Barzahlung im Privatsektor üblich ist.

April International punktet mit digitaler App-Infrastruktur und flexiblen Lateinamerika-Tarifen ohne USA-Deckung. Foyer Global Health aus Luxemburg bietet hohe Deckungssummen und überdurchschnittlichen Service zu moderaten Prämien. Morgan Price ist ein britischer Spezialist mit Lateinamerika-Erfahrung — Kundenservice auf Englisch ist hier zu beachten.

Mawista richtet sich an preisbewusste, jüngere Auswanderer mit kompakten Tarifen zu niedrigen Einstiegsprämien. Freedom Health Insurance erlaubt freie Kombination aller Leistungsbausteine. HanseMerkur bietet solide Grundleistungen unter einer vertrauten deutschen Marke. Dr. Walter ist für gesunde Auswanderer unter 50 eine kosteneffiziente Option.

  • Genki Resident: digital, unkompliziert, für jüngere Auswanderer
  • PassportCard: Direktzahlung per Karte, kein Vorfinanzierungsaufwand
  • April: App-basiert, Lateinamerika-Tarife ohne USA senken Prämie
  • Foyer Global Health: hohe Deckung, moderate Prämie, EU-reguliert
  • Mawista: günstigster Einstieg, schlanker Leistungsumfang
  • HanseMerkur: bekannte deutsche Marke, solider Grundschutz
SCHRITT FÜR SCHRITT

Anonyme Risikovoranfrage: So geht kein HIS-Eintrag entstehen

Wer mit Vorerkrankungen direkt Anträge stellt, riskiert Ablehnungen im Versicherungs-Informationssystem. Der richtige Weg führt über die anonyme Voranfrage.

  1. 1
    Vollständige Unterlagen zusammenstellen

    Alle relevanten Diagnosen, Behandlungszeiträume und aktuelle Medikamente dokumentieren. Je vollständiger die Unterlagen, desto präziser die Voranfrage-Ergebnisse.

  2. 2
    Spezialisierten IPMI-Makler kontaktieren

    Einen Makler beauftragen, der anonyme Risikovoranfragen bei mehreren IPMI-Anbietern gleichzeitig stellt — ohne Namensnennung des Antragstellers. Kein HIS-Eintrag, kein Ablehnungsrisiko.

  3. 3
    Angebote vergleichen und bewerten

    Welcher Anbieter schließt die Vorerkrankung aus? Wer erhebt nur einen Risikoaufschlag? Wer bietet nach einer Wartezeit volle Deckung? BDAE, Cigna Global und Allianz Care sind bekannt für lösungsorientiertes Vorgehen.

  4. 4
    Entscheidung treffen — erst dann Antrag stellen

    Nur bei dem Anbieter einen formellen Antrag stellen, der das beste Voranfrageergebnis geliefert hat. Jeder abgelehnte formelle Antrag landet im HIS — die Voranfrage dagegen nicht.

  5. 5
    Police abschließen

    Erst wenn die Konditionen schriftlich bestätigt sind — inklusive aller Klauseln zu Vorerkrankungen — den Vertrag unterschreiben. Schriftliche Bestätigung vor Unterschrift ist Pflicht.

Beakon Global, Viva-Paraguay und Paraguay-Steuerfrei: Was andere Quellen verschweigen
Plattformen wie Beakon Global, Viva-Paraguay und Paraguay-Steuerfrei nennen lokale Anbieter (ASISMED, La Consolidada, AXA Assistance Paraguay) und internationale Namen. Der entscheidende Unterschied zu einer spezialisierten IPMI-Beratung: Diese Quellen zeigen Optionen, erklären aber selten den anonymen Voranfrage-Prozess oder die konkreten Unterschiede bei Vorerkrankungen. Grenzenlos-Sicher bietet eine solide Übersicht über das Gesundheitssystem, geht jedoch kaum auf anbieterübergreifende Prämienunterschiede und Underwriting-Unterschiede ein. Eine vollständige Gegenüberstellung aller zwölf IPMI-Anbieter mit Vorerkrankungs-Logik findet sich dort nicht.
KOSTENÜBERBLICK

Was eine IPMI-Police für Paraguay wirklich kostet

Leistung
25–35 Jahre
80–150 €
pro Monat
45–55 Jahre
250–400 €
pro Monat
55–65 Jahre
350–600 €
pro Monat
Deckungszone Lateinamerika ohne USA
Weltweite Deckung inkl. USA möglich
Aufpreis
Aufpreis
Aufpreis
Selbstbehalt wählbar (500–5.000 USD/Jahr)
Prämienreduzierung durch hohen Selbstbehalt
bis 40 %
bis 30 %
bis 25 %
Evakuierung und Rücktransport
je nach Tarif
Vorerkrankungen versicherbar
meist ✓
individuell
individuell
FÜR WEN WELCHER WEG PASST

Vier Auswanderer-Profile — vier verschiedene Lösungen

Jüngere Auswanderer bis 35 Jahre
Gesund, mobil, budgetbewusst: Genki Resident oder Mawista als Einstieg, Lateinamerika-Deckung ohne USA. Hoher Selbstbehalt senkt Prämie auf unter 100 EUR monatlich. Genki vollständig digital — ideal für technisch affine Auswanderer.
Berufstätige Auswanderer 35–50 Jahre
Weltweit versichert, auch bei USA-Dienstreisen: Allianz Care oder Cigna Global mit weltweiter Deckung. BDAE als Alternative mit deutschsprachigem Service. Modularer Aufbau erlaubt Prämienkontrolle durch individuellen Selbstbehalt.
Auswanderer mit Vorerkrankungen
Anonyme Risikovoranfrage vor jedem Antrag ist Pflicht. BDAE, Cigna Global und Allianz Care gehen am differenziertesten vor. Ohne Voranfrage droht HIS-Eintrag bei formeller Ablehnung — was zukünftige Anträge erheblich erschwert.
Familien und Auswanderer ab 50
Foyer Global Health und BDAE bieten stabile Prämien mit hohen Deckungssummen auch für ältere Auswanderer. PassportCard punktet als Direktzahlungsmodell — kein Vorfinanzierungsaufwand bei Kinderarzt oder Facharztbesuch in Asunción.
ENTSCHEIDUNGSHILFE

Diese Fragen bestimmen Ihre ideale IPMI-Police

  • Aufenthaltsdauer planenKurzzeitaufenthalt unter 12 Monate: Reisekrankenversicherung prüfen. Dauerhafter Wohnsitz: nur IPMI bietet echten Langzeitschutz.
  • Mobilität einschätzenHeimatbesuche in Deutschland, Reisen in Drittländer, USA-Aufenthalte — all das bestimmt die notwendige geografische Deckungszone.
  • Vorerkrankungen dokumentierenAlle Diagnosen, Behandlungen und Medikamente vollständig zusammenstellen. Grundlage für die anonyme Risikovoranfrage.
  • Selbstbehalt kalkulierenDa Arztbesuche in Paraguay ab 30 USD günstig sind, kann ein hoher Selbstbehalt (bis 5.000 USD/Jahr) die Jahresprämie erheblich senken.
  • Sprachpräferenz festlegenDeutschsprachiger Service: BDAE, Allianz Care, HanseMerkur, Dr. Walter. Englischsprachig: Morgan Price, Freedom Health. Vollständig digital: Genki, April.
  • USA-Deckung prüfenGelegentliche Nordamerika-Reisen erhöhen die Prämie deutlich. Wer USA ausschließt, spart 20–40 % — für Paraguay-zentrierte Auswanderer oft sinnvoll.
HÄUFIGE FRAGEN

Antworten auf die wichtigsten Fragen vor dem Abschluss

Gibt es in Paraguay eine Krankenversicherungspflicht?
Nein. Paraguay kennt keine allgemeine Krankenversicherungspflicht — weder für Einheimische noch für ausländische Staatsangehörige. Das bedeutet: Wer unversichert ist, trägt alle Behandlungskosten vollständig selbst. Das Auswärtige Amt bestätigt diese Rechtslage. Für Auswanderer ist das kein Freifahrtschein, sondern ein erhebliches finanzielles Risiko.
Kann ich meine deutsche GKV nach Paraguay mitnehmen?
Nein. Deutschland hat mit Paraguay kein Sozialversicherungsabkommen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt grundsätzlich keine Leistungen im Ausland. Eine freiwillige Weiterversicherung in der deutschen GKV ist nach dauerhafter Wohnsitzverlagerung ins Ausland in der Regel nicht möglich. Mit dem Auswandern endet der GKV-Schutz — eine eigene IPMI-Police ist ab dem ersten Tag notwendig.
Was unterscheidet eine IPMI von einer normalen Reisekrankenversicherung?
Reisekrankenversicherungen sind für kurzfristige Auslandsaufenthalte (typischerweise bis 6 oder 12 Monate) konzipiert und gelten nicht als Dauerversicherung. IPMI (International Private Medical Insurance) ist speziell für Menschen, die dauerhaft im Ausland leben. Sie deckt ambulante und stationäre Versorgung, chronische Erkrankungen und Vorsorge — und gilt weltweit, nicht nur im Reiseland. Für Auswanderer nach Paraguay ist ausschließlich eine IPMI das geeignete Produkt.
Ich habe Vorerkrankungen — bekomme ich überhaupt eine IPMI für Paraguay?
In den meisten Fällen ja. Der entscheidende Faktor ist der richtige Weg: Eine anonyme Risikovoranfrage über einen spezialisierten Makler ermöglicht es, vorab zu klären, welcher Anbieter zu welchen Konditionen versicherungsbereit ist — ohne HIS-Eintrag, ohne formelle Ablehnung. Anbieter wie BDAE, Cigna Global und Allianz Care sind bekannt für ihr differenziertes Underwriting. Pauschalablehnungen sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Was ist eine anonyme Risikovoranfrage und warum ist sie wichtig?
Bei der anonymen Risikovoranfrage stellt ein spezialisierter Makler die gesundheitlichen Daten des Antragstellers anonym bei mehreren IPMI-Anbietern vor — ohne Namensnennung. So erfährt man vorab, welcher Anbieter zu welchen Konditionen versicherungsbereit ist. Der entscheidende Vorteil: Es entsteht kein HIS-Eintrag (Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft), der bei zukünftigen Anträgen belastend wirken würde. Erst nach Kenntnis der besten Konditionen wird ein formeller Antrag gestellt.
Wie gut ist die medizinische Versorgung in Paraguay wirklich?
Das paraguayische Gesundheitssystem ist stark zweigeteilt. Der öffentliche Sektor ist chronisch unterfinanziert, mit langen Wartezeiten und eklatantem Stadt-Land-Gefälle. Der private Sektor in Asunción — etwa Hospital Privado Francés oder Centro Médico La Costa — bietet moderne Infrastruktur und gut ausgebildetes Personal. Zugang ist jedoch nur gegen Barzahlung oder privaten Versicherungsschutz möglich. Für komplexe Eingriffe oder Spezialtherapien ist eine Behandlung im Ausland häufig die bessere Option — weshalb IPMI mit Evakuierungs- und Rückholklausel so wichtig ist.
Was kostet ein Arztbesuch in Paraguay ohne Versicherung?
Ein Arztbesuch im privaten Sektor kostet zwischen 30 und 60 USD, ein Facharzt 50 bis 100 USD, eine MRT-Untersuchung zwischen 200 und 350 USD. Operationen und Krankenhausaufenthalte bei schweren Erkrankungen können schnell in den fünf- oder sechsstelligen Dollar-Bereich steigen. Diese Kosten sind zwar günstiger als in Deutschland, aber ohne Versicherung ein existenzielles Risiko bei schwerer Erkrankung oder Unfall.
Lohnt sich das Hybridmodell aus lokaler und internationaler Police?
Das Hybridmodell — lokale Police für Routinebehandlungen, schlanke IPMI für Notfälle und internationale Deckung — kann die Gesamtprämie senken. Es eignet sich für gesunde Auswanderer mit festem Wohnsitz in Asunción, die selten reisen. Für Menschen mit Vorerkrankungen ist das Modell riskanter, da zwei Verträge abgestimmt werden müssen und Deckungslücken entstehen können. Hier empfiehlt sich eine spezialisierte Beratung, bevor beide Verträge getrennt abgeschlossen werden.

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