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Réunion: EU-Standard mit echten Lücken im Schutz

Réunion ist französisches Überseedepartement – die Sécurité Sociale greift, die EHIC ist anerkannt. Doch der 30-%-Eigenanteil, fehlender Rücktransport und Monate ohne Absicherung beim Eintritt machen eine IPMI für die meisten Expats unverzichtbar. Auch mit Vorerkrankungen.

  • 30 % Eigenanteil Sécurité Sociale
  • 50.000 € Rücktransport-Kosten
  • 12+ Anbieter IPMI im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EHIC schützt nur bedingt. Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt auf Réunion nur für medizinisch notwendige Behandlungen – keine Privatleistungen, kein Rücktransport, nicht für dauerhafte Aufenthalte geeignet.
  • Beitrittslücke von mehreren Monaten. Wer neu nach Réunion zieht, wartet Monate auf die Aufnahme in die Sécurité Sociale. In dieser Zeit besteht kein gesetzlicher Versicherungsschutz – eine IPMI schließt diese Lücke.
  • Rücktransport ist nicht abgedeckt. Die Sécurité Sociale übernimmt keine Kosten für einen medizinischen Rücktransport nach Deutschland – Kosten bis zu 50.000 Euro bleiben andernfalls an Ihnen hängen.
  • Vorerkrankungen sind lösbar. Per anonymer Risikovoranfrage bei über 12 Anbietern wird das Risikoprofil vorab geprüft – ohne HIS-Eintrag bei Ablehnung. FMU oder Moratorium bieten zwei bewährte Wege.
  • Kombination ist oft die klügste Wahl. Wer vollständig in die Sécurité Sociale aufgenommen wurde, kann sie mit einer ergänzenden IPMI kombinieren – günstiger als eine Komplett-IPMI, umfassender als das öffentliche System allein.
Mit KI zusammenfassen
EHIC-Falle: Was viele Auswanderer zu spät bemerken
Die EHIC-Karte gilt auf Réunion – aber nur für vorübergehende Aufenthalte und ausschließlich im Rahmen des französischen Kassensystems. Privatärzte, Wahlleistungen und Rücktransporte sind komplett ausgeschlossen. Wer dauerhaft auf Réunion lebt und sich auf die EHIC verlässt, hat faktisch keinen vollwertigen Schutz. Hinzu kommt: Während des Beitrittsprozesses zur Sécurité Sociale – der mehrere Monate dauern kann – sind Sie komplett unversichert.
GESUNDHEITSSYSTEM RÉUNION

Was die Sécurité Sociale wirklich leistet – und was nicht

Vier kritische Schwachstellen des französischen Systems, die für Expats und Auswanderer unmittelbar relevant sind.

Der 30-%-Eigenanteil: Wenn Kleinbeträge zur Last werden

70 % Erstattung klingt gut – bei schweren Eingriffen bedeutet der Rest schnell Tausende Euro.

Die Sécurité Sociale erstattet in der Regel rund 70 % der Kosten für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Medikamente. Die verbleibenden 30 % – der sogenannte ticket modérateur – müssen entweder selbst getragen oder durch eine private Zusatzversicherung, die Mutuelle, abgedeckt werden.

Franzosen schließen eine Mutuelle fast automatisch ab. Für neu angekommene Expats ist das ein bürokratischer Schritt, der lokale Kenntnisse und Zeit erfordert – Zeit, in der Sie auf den Kosten sitzen bleiben. Bei einem längeren Krankenhausaufenthalt oder einem schwerwiegenden Eingriff summieren sich die 30 % Eigenanteil schnell auf mehrere Tausend Euro.

Privatärzte und Privatkliniken: kaum abgedeckt

Secteur-2-Ärzte verlangen mehr als das Kassensystem erstattet – die Differenz zahlen Sie selbst.

Auf Réunion gibt es, wie in Frankreich allgemein, Ärzte mit unterschiedlichen Abrechnungsmodellen. Ärzte im sogenannten secteur 2 oder secteur 3 können deutlich höhere Honorare verlangen, als die Sécurité Sociale erstattet.

Für Privatbehandlungen und Privatkliniken greift das System oft überhaupt nicht – die Differenz zahlen Sie aus eigener Tasche. Wer Zugang zu spezialisierten Behandlungen, kürzeren Wartezeiten und freier Arztwahl erwartet, kommt mit der Sécurité Sociale strukturell nicht weit.

Rücktransport nach Deutschland: komplett ausgeschlossen

Bis zu 50.000 Euro Kosten – vollständig ungesichert durch das französische System.

Ein medizinischer Rücktransport von Réunion nach Deutschland kann bis zu 50.000 Euro kosten. Die Sécurité Sociale übernimmt diese Kosten nicht – das ist eine der gravierendsten Lücken, die für Expats und Auswanderer auf der Insel entstehen können.

Wer nach einem schweren Unfall oder einer ernsthaften Erkrankung zurücktransportiert werden muss und keine IPMI hat, ist auf sich allein gestellt. Viele Menschen erfahren dies erst dann, wenn es zu spät ist.

Die Mutuelle: Ergänzung, kein Ersatz

Die Mutuelle setzt Mitgliedschaft in der Sécurité Sociale voraus und endet an Frankreichs Grenzen.

Die Mutuelle ergänzt die Sécurité Sociale und schließt einen Teil des Eigenanteils. Sie setzt aber deren Mitgliedschaft voraus – und deckt keine Leistungen außerhalb Frankreichs oder der französischen Überseegebiete ab.

Wer regelmäßig nach Deutschland reist oder längere Zeit in anderen Ländern verbringt, hat mit einer Mutuelle schlicht keinen ausreichenden Schutz. Auch Rücktransporte und internationale Notfallversorgung bleiben außen vor. Die Mutuelle ist kein Ersatz für eine internationale Krankenversicherung – sie ist allenfalls eine Ergänzung für Vollmitglieder der Sécurité Sociale.

FÜR WEN EINE IPMI SINNVOLL IST

Vier Gruppen, die auf Réunion eine IPMI brauchen

Rentner mit Dauerwohnsitz
Wer ohne ausreichenden Rentenanspruch in Frankreich nicht automatisch in die Sécurité Sociale eintritt, braucht zwingend eine IPMI. Mit steigendem Alter steigen Behandlungskosten und Spezialisierungsbedarf – genau dort versagt das öffentliche System am häufigsten.
Digitale Nomaden und Selbstständige
Ohne feste Anstellung auf Réunion besteht kein automatischer Zugang zur Sécurité Sociale. Selbstständige benötigen einen weltweiten Schutz, der nicht an einen festen Wohnsitz oder eine lokale Beschäftigung gebunden ist.
Expats mit hohen Qualitätsansprüchen
Führungskräfte und Entsandte erwarten Zugang zu Privatärzten, kurze Wartezeiten und internationale Abdeckung. Das öffentliche System kann diesen Anspruch strukturell nicht erfüllen – eine IPMI ist hier kein Luxus, sondern Standard.
Personen mit Vorerkrankungen
Wer chronisch erkrankt ist oder regelmäßige Medikamente benötigt, kann nicht auf das öffentliche System allein vertrauen – besonders in den ersten Monaten vor Aufnahme in die Sécurité Sociale. Anonyme Risikovoranfragen und FMU bieten hier klare Lösungswege.
ABSICHERUNGS-VERGLEICH

Sécurité Sociale vs. IPMI: Was wirklich zählt

Beide Systeme haben ihren Platz – doch für Expats und Auswanderer auf Réunion offenbart der direkte Vergleich, wo das öffentliche System strukturell endet.

Sécurité Sociale

Französisches Kassensystem – Basis für alle Einwohner
  • Verfügbarkeit bei AnkunftBeitrittsprozess dauert mehrere Monate – Lücke bei Ankunft unvermeidbar
  • Eigenanteil30 % Eigenanteil (ticket modérateur) verbleiben beim Versicherten
  • Privatärzte & WahlleistungenSecteur-2/3-Ärzte und Privatkliniken kaum oder gar nicht erstattet
  • Medizinischer RücktransportKein Rücktransport nach Deutschland – Kosten vollständig selbst zu tragen
  • Internationale AbdeckungNur Frankreich und Überseegebiete – kein Schutz im Ausland
  • VorerkrankungenVorerkrankungen grundsätzlich mitversichert, aber Wartezeiten und Systemlücken möglich

IPMI

Internationale private Krankenversicherung – voller Schutz ab Tag 1
  • Verfügbarkeit bei AnkunftSchutz beginnt ab Vertragsbeginn – keine Wartemonate
  • EigenanteilWählbarer Selbstbehalt von 0 bis 2.500 € – Prämie dadurch steuerbar
  • Privatärzte & WahlleistungenPrivatärzte, Wahlleistungen und Privatkliniken vollständig abgedeckt
  • Medizinischer RücktransportMedizinischer Rücktransport nach Deutschland explizit eingeschlossen
  • Internationale AbdeckungWeltweite Abdeckung – auch bei Reisen nach Deutschland oder Drittländer
  • VorerkrankungenFMU oder Moratorium ermöglichen Versicherung auch bei Vorerkrankungen
VORERKRANKUNGEN & IPMI

Trotz Vorerkrankungen versichert auf Réunion

Drei bewährte Wege, wie Sie auch mit gesundheitlicher Vorgeschichte eine vollwertige IPMI abschließen.

Full Medical Underwriting (FMU): Klarheit von Anfang an

Vollständige Gesundheitsprüfung – dafür keine bösen Überraschungen im Leistungsfall.

Beim Full Medical Underwriting offenbart der Antragsteller seine gesamte Krankengeschichte vollständig. Der Versicherer prüft die Angaben sorgfältig und entscheidet, ob und zu welchen Konditionen er den Vertrag abschließt – mit möglichen Zuschlägen oder Ausschlüssen für bestimmte Vorerkrankungen.

Der entscheidende Vorzug: Wer FMU durchläuft, weiß von Anfang an genau, was versichert ist und was nicht. Es gibt keine bösen Überraschungen im Leistungsfall. FMU eignet sich besonders für Menschen mit komplexer Krankengeschichte, die Planungssicherheit über alles andere stellen.

Das Moratoriumsprinzip: Ausschlüsse fallen automatisch weg

Keine Gesundheitsprüfung – Vorerkrankungen werden nach fünf symptomfreien Jahren vollständig mitversichert.

Beim Moratoriumsprinzip wird keine detaillierte Gesundheitsprüfung durchgeführt. Stattdessen gilt: Vorerkrankungen, die in einem definierten Zeitraum vor Vertragsabschluss – typischerweise fünf Jahre – bestanden haben, sind zunächst vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Der entscheidende Vorteil: Nach Ablauf einer weiteren Frist – häufig ebenfalls fünf Jahre – ohne Symptome oder Behandlung fallen diese Ausschlüsse automatisch weg. Das Moratoriumsprinzip ist besonders attraktiv für Menschen mit leichteren oder abgeklungenen Vorerkrankungen, die langfristig vollumfänglichen Schutz anstreben.

Anonyme Risikovoranfrage: kein HIS-Eintrag bei Ablehnung

Ablehnung hinterlässt Spuren im HIS-Pool – die anonyme Voranfrage verhindert das.

Wer eine internationale Krankenversicherung beantragt und dabei abgelehnt wird, riskiert einen Eintrag im Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS-Pool). Dieser Eintrag kann künftige Versicherungsanträge erheblich erschweren – ein Teufelskreis, den viele Antragsteller nicht kennen.

Bei der anonymen Risikovoranfrage wird das individuelle Risikoprofil – ohne Namensnennung – bei mehreren Versicherern vorangefragt. Die Anbieter geben eine unverbindliche Einschätzung, ob und zu welchen Bedingungen sie den Antrag annehmen würden. Erst wenn ein geeignetes Angebot gefunden wurde, wird der eigentliche Antrag gestellt. Das bedeutet: kein HIS-Eintrag bei Ablehnung, maximale Transparenz vor dem Vertragsabschluss.

IPMI-ANBIETER IM ÜBERBLICK

Diese Anbieter kommen für Réunion infrage

Insurancy vergleicht systematisch über ein Dutzend spezialisierte IPMI-Anbieter für einen Aufenthalt auf Réunion – von globalen Platzhirschen bis zu deutschsprachigen Spezialisten.

Cigna Global
Globaler Marktführer mit weltweitem Ärztenetz und umfassenden Tarifoptionen.
ZielgruppeExpats mit hohen Qualitätsansprüchen
ab/Monatab 100 €
Details →
April International
Vertraut mit dem französischen System – direkte Abrechnung auf Réunion möglich.
ZielgruppeFrankreich-nahe Expats, digitale Nomaden
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
BDAE
Deutschsprachige Betreuung, langjährige Erfahrung mit deutschen Auswanderern.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
MAWISTA
Flexible Tarife für Langzeitaufenthalter, modularer Aufbau.
ZielgruppeStudenten, Weltreisende, Nomaden
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
KOSTEN-ORIENTIERUNG

Was eine IPMI für Réunion kostet

Prämien variieren stark nach Alter, Selbstbehalt und Leistungsumfang – diese Richtwerte helfen bei der ersten Einschätzung.

80–180 €
monatlich (25–35 Jahre)Junge Erwachsene ohne Vorerkrankungen. Mit höherem Selbstbehalt ist die Prämie auf unter 100 Euro drückbar.
200–400 €
monatlich (45–55 Jahre)Mittleres Alter, abhängig von Leistungsumfang und etwaigen Vorerkrankungen.
400–700 €
monatlich (ab 60 Jahre)Rentner zahlen deutlich mehr – hier sind die Preisunterschiede zwischen Anbietern am größten.
20–40 %
Prämienersparnis durch SelbstbehaltEin Selbstbehalt von 1.000 oder 2.500 Euro pro Jahr senkt die Jahresprämie erheblich – sinnvoll für gesunde Personen mit finanziellen Rücklagen.
SO LÄUFT ES AB

In vier Schritten zur richtigen IPMI für Réunion

  1. Schritt 1
    Situation analysieren

    Klären Sie Aufenthaltsdauer, Beschäftigungssituation, Alter und bestehende Vorerkrankungen. Das bestimmt, ob IPMI solo oder als Kombination mit der Sécurité Sociale sinnvoll ist.

  2. Schritt 2
    Anonyme Risikovoranfrage

    Bei Vorerkrankungen: Das Risikoprofil wird anonym bei über 12 Anbietern vorangefragt. Keine Namensnennung, kein HIS-Eintrag – nur eine unverbindliche Einschätzung der Annahmebedingungen.

  3. Schritt 3
    Tarife vergleichen

    Deckungsumfang, Selbstbehalt, Rücktransport und geografischer Geltungsbereich werden anhand Ihrer Anforderungen gegenübergestellt. FMU vs. Moratorium wird gemeinsam abgewogen.

  4. Schritt 4
    Antrag stellen

    Nach der Entscheidung für den passenden Tarif wird der Antrag gestellt – mit voller Begleitung bis zum Vertragsabschluss und Schutz ab dem ersten Tag auf Réunion.

Sécurité Sociale + IPMI kombinieren: die clevere Lösung
Wer nach einigen Monaten vollständig in die Sécurité Sociale aufgenommen wurde, hat eine besonders effiziente Option: Die Sécurité Sociale übernimmt die Grundversorgung (70 % der Standardkosten), während die IPMI die Lücken schließt – Eigenanteil, Privatarztkosten, Rücktransport und internationale Abdeckung. Dieses Modell ist oft günstiger als eine vollständige IPMI ohne lokale Sozialversicherung. Wichtig: Nicht alle IPMI-Tarife sind als Sekundärversicherung konzipiert – das sollte im Vergleich explizit geprüft werden.
HÄUFIGE FRAGEN

Fragen zur IPMI auf Réunion

Gilt meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung auf Réunion?
Eine deutsche gesetzliche Krankenversicherung (GKV) endet in der Regel, wenn Sie Ihren Wohnsitz dauerhaft ins Ausland verlegen – auch nach Réunion. Die EHIC-Karte ist nur für vorübergehende Aufenthalte konzipiert. Wer dauerhaft auf Réunion lebt, benötigt entweder die Aufnahme in die Sécurité Sociale oder eine IPMI.
Wie lange dauert der Beitritt zur Sécurité Sociale auf Réunion?
Der Beitrittsprozess dauert typischerweise mehrere Monate. In dieser Zeit besteht kein gesetzlicher Versicherungsschutz. Eine IPMI überbrückt diese Lücke zuverlässig und sollte vor dem Umzug abgeschlossen werden, damit der Schutz ab dem ersten Tag auf Réunion gilt.
Kann ich eine IPMI für Réunion trotz Vorerkrankungen abschließen?
Ja. Es gibt zwei bewährte Wege: Full Medical Underwriting (FMU), bei dem die Krankengeschichte vollständig offengelegt wird und Ausschlüsse transparent dokumentiert werden, und das Moratoriumsprinzip, bei dem Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre zunächst ausgeschlossen sind, aber nach fünf symptomfreien Jahren automatisch in den Schutz fallen. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorab, welche Anbieter zu welchen Konditionen annehmen würden.
Was kostet ein medizinischer Rücktransport von Réunion nach Deutschland?
Ein medizinischer Rücktransport von Réunion nach Deutschland kann bis zu 50.000 Euro kosten. Diese Kosten werden von der Sécurité Sociale nicht übernommen. Eine IPMI schließt den medizinischen Rücktransport in der Regel explizit ein – das sollte beim Tarifvergleich als Pflichtkriterium geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen IPMI und Reise-Krankenversicherung?
Eine Reise-Krankenversicherung ist für kurze Aufenthalte bis typischerweise 6 bis 12 Wochen konzipiert und deckt nur akute Notfälle ab – keine Dauerbehandlungen, keine Vorsorge, keine chronischen Erkrankungen. Eine IPMI funktioniert wie eine vollwertige private Krankenversicherung mit internationalem Geltungsbereich und ist für längerfristige Aufenthalte und das dauerhafte Leben im Ausland konzipiert.
Kann ich Sécurité Sociale und IPMI kombinieren?
Ja – und das ist oft die kosteneffizienteste Lösung. Die Sécurité Sociale übernimmt nach vollständigem Beitritt rund 70 % der Standardkosten; die IPMI schließt als Sekundärversicherung die Lücken (Eigenanteil, Privatarztkosten, Rücktransport, internationale Abdeckung). Nicht alle IPMI-Tarife unterstützen dieses Modell explizit – das sollte im Vergleich geprüft werden.
Was ist eine anonyme Risikovoranfrage und warum ist sie wichtig?
Bei einer anonymen Risikovoranfrage wird das Risikoprofil des Antragstellers ohne Namensnennung bei mehreren Versicherern vorangefragt. Erst wenn eine Zusage vorliegt, wird der eigentliche Antrag gestellt. Das verhindert einen HIS-Pool-Eintrag bei Ablehnung, der künftige Versicherungsanträge erheblich erschweren kann. Insurancy führt diese Voranfragen routinemäßig bei über 12 IPMI-Anbietern durch.
Welche Anbieter kommen für eine IPMI auf Réunion infrage?
Für Réunion relevante Anbieter umfassen globale Platzhirsche wie Cigna Global, Allianz Care und AXA, frankophonerfahrene Anbieter wie April International sowie deutschsprachig ausgerichtete Spezialisten wie BDAE und Mawista. Die Wahl hängt von Alter, Gesundheitszustand, Budget und Qualitätsansprüchen ab. Ein anbieterübergreifender Vergleich ist für diese Entscheidung unerlässlich.

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Réunion verdient eine Absicherung, die wirklich schützt

Anonyme Risikovoranfrage, anbieterübergreifender IPMI-Vergleich, persönliche Begleitung bis zum Vertragsabschluss – auch mit Vorerkrankungen.

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