Die medizinische Infrastruktur Osttimors konzentriert sich weitgehend auf die Hauptstadt Dili. Selbst dort sind die Kapazitäten begrenzt: Fachärzte sind rar, moderne Diagnosegeräte fehlen häufig, und die Versorgung mit Medikamenten ist nicht zuverlässig gewährleistet.
In ländlichen Regionen – also dem Großteil des Landes – ist die Situation noch deutlich kritischer. Krankenhäuser auf internationalem Standard existieren in Osttimor praktisch nicht. Für planbare Eingriffe, komplexe Diagnosen oder intensivmedizinische Versorgung müssen Patienten das Land verlassen.
Häufige Ziele für medizinische Evakuierungen sind Bali (Indonesien), Darwin (Australien) und Singapur. Die Kosten für einen solchen Rücktransport belaufen sich schnell auf 20.000 bis 50.000 Euro – und mehr, wenn Intensivtransport oder Begleitung erforderlich ist.
- Keine Fachkliniken auf internationalem Niveau im Land
- Dili: Grundversorgung möglich, komplexe Eingriffe nicht
- Evakuierungsziele: Bali, Darwin, Singapur
- Medikamentenversorgung außerhalb Dilis unzuverlässig