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Was Expats im UK für internationale Krankenversicherung wirklich zahlen

Nach dem Brexit gelten EU-Bürger im Vereinigten Königreich als Drittstaatsangehörige — mit direkten Folgen für NHS-Zugang und Versicherungsschutz. Dieser Leitfaden schlüsselt die Kosten transparent auf und zeigt, welcher Tarif zu Ihrer Situation passt.

  • ab 80 € monatliche Prämie
  • 1.035 £ IHS-Aufschlag p. a.
  • 200+ Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Brexit schließt EU-Gleichstellung aus. Seit Januar 2021 gelten Deutsche im UK als Drittstaatsangehörige. NHS-Zugang setzt die Zahlung des Immigration Health Surcharge (ca. 1.035 £ pro Jahr) voraus.
  • Prämien steigen stark mit dem Alter. Ein 30-Jähriger zahlt etwa 80–120 € monatlich, ein 55-Jähriger für denselben Basisschutz bereits 200–300 €. Früh abschließen spart dauerhaft.
  • Reisekrankenversicherung reicht nicht. Sie deckt nur Notfälle bis 90 Tage — keine chronischen Erkrankungen, keine Langzeittherapie. Für dauerhafte UK-Aufenthalte ist IPMI Pflicht.
  • Vorerkrankungen gezielt platzieren. Versicherer handhaben Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung sehr unterschiedlich: dauerhafter Ausschluss, temporärer Ausschluss oder Aufnahme gegen Zuschlag. Ein marktbreiter Vergleich ist hier entscheidend.
  • Selbstbehalt senkt die Prämie spürbar. Wer einen Eigenanteil von 500–2.500 € pro Jahr akzeptiert, reduziert die monatliche Prämie um bis zu 40 % — sinnvoll für gesunde Expats mit NHS-Basisschutz.
Mit KI zusammenfassen
Brexit-Änderung: Kein automatischer NHS-Zugang mehr für Deutsche
Wer nach dem 31. Dezember 2020 ins Vereinigte Königreich eingereist ist, erhält NHS-Leistungen nur nach Zahlung des Immigration Health Surcharge. Für eine vierköpfige Familie summiert sich dieser Aufschlag auf über 4.000 £ pro Jahr — zusätzlich zur privaten Krankenversicherungsprämie. Wer dauerhaft im UK lebt, sollte beide Kostenpositionen in die Gesamtplanung einbeziehen.
PRODUKTVERGLEICH

Internationale Krankenversicherung versus Reisekrankenversicherung

Viele Expats unterschätzen den Unterschied — und sitzen im Ernstfall ohne ausreichenden Schutz da.

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Für dauerhafte Auslandsaufenthalte
  • GültigkeitsdauerUnbegrenzt oder mehrjährig — bleibt gültig solange Sie im UK leben
  • LeistungsumfangUmfassend: stationär, ambulant, Zahn, Vorsorge, psychische Gesundheit
  • Chronische ErkrankungenMitversicherbar (mit Ausschluss, Zuschlag oder temporärer Regelung)
  • RoutinebehandlungenInklusive — freie Arztwahl, direkte Abrechnung mit Kliniken möglich
  • LangzeittherapieVollständig abgedeckt, inkl. psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
  • Für wen geeignetAuswanderer, Expats, Rentner, Familien mit dauerhaftem UK-Aufenthalt

Reisekrankenversicherung

Für kurzfristige Auslandsreisen
  • GültigkeitsdauerMeist bis 90 Tage — endet bei dauerhafter Verlagerung des Wohnsitzes
  • LeistungsumfangNur Notfallversorgung — keine planbaren oder ambulanten Behandlungen
  • Chronische ErkrankungenIn der Regel ausgeschlossen — vorbestehende Beschwerden werden nicht erstattet
  • RoutinebehandlungenNicht abgedeckt — nur akute Notfälle zählen als erstattungsfähig
  • LangzeittherapieNicht inkludiert — psychische Erkrankungen gelten meist als Ausschluss
  • Für wen geeignetUrlauber, Kurzzeitreisende, Geschäftsreisende bis 90 Tage
KOSTENFAKTOREN

Was die Prämie wirklich bestimmt

Fünf Stellschrauben entscheiden darüber, was Sie monatlich für Ihre internationale Krankenversicherung im UK zahlen.

80–120 €
Basisschutz, 25–35 J.Jüngere Expats zahlen für stationäre Grundversorgung und Notfallschutz die günstigsten Prämien.
200–300 €
Basisschutz, 56–65 J.Mit steigendem Eintrittsalter verdoppelt bis verdreifacht sich die Prämie — Frühzeitigkeit zahlt sich aus.
bis –40 %
Ersparnis per SelbstbehaltEin jährlicher Eigenanteil von 500–2.500 € kann die monatliche Prämie um bis zu 40 % senken.
400–700 €
Familien monatlichZwei Erwachsene plus zwei Kinder — trotz Kinderrabatten summieren sich Familientarife schnell.
300–500 €
Rentner im UK monatlichHohes Eintrittsalter, wahrscheinlichere Vorerkrankungen und NHS-abhängiger Visastatus erhöhen die Prämie erheblich.
LEISTUNGSDETAILS

Worauf es beim Tarifvergleich wirklich ankommt

Preis ist nur ein Kriterium — diese Aspekte entscheiden über den tatsächlichen Schutz im Ernstfall.

Ambulante Deckung: Standard oder Aufpreis?

Viele Basisangebote schließen ambulante Leistungen aus — ein teurer Irrtum.

Ambulante Behandlungen — also Arztbesuche, Facharztkonsultationen und Diagnostik ohne stationären Aufenthalt — sind in Basistarifen häufig nicht enthalten oder nur gegen Aufpreis verfügbar. Wer ausschließlich stationär versichert ist, zahlt alle Facharzttermine und Untersuchungen aus eigener Tasche.

Im britischen Privatmarkt sind Facharztkonsultationen ohne NHS-Überweisung kostspielig — ein einzelner Spezialisten-Termin kann 150 bis 300 Pfund kosten. Für Expats, die regelmäßig Vorsorge oder Fachärzte aufsuchen, empfiehlt sich ein Tarif mit vollständiger ambulanter Deckung.

  • Ambulant inklusive: höhere Prämie, aber keine Kostenfallen bei Facharztbesuchen
  • Ambulant gegen Aufpreis: prüfen Sie, ob der Zusatzbaustein günstiger als Selbstzahlen ist
  • Direktabrechnung mit Kliniken erspart aufwändige Vorleistungen und Erstattungsanträge

Psychische Gesundheit als unterschätzter Leistungsbaustein

Viele Tarife begrenzen psychische Leistungen stark — trotz hoher Nachfrage.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burnout oder Angststörungen gehören zu den häufigsten Gründen für ambulante Behandlungen bei Expats. Der Kulturwechsel, Isolation und beruflicher Druck im Ausland erhöhen das Risiko zusätzlich.

Nicht alle IPMI-Tarife decken psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlungen vollständig ab. Manche begrenzen die Sitzungen pro Jahr, andere schließen psychische Erkrankungen als Vorerkrankung aus oder bieten sie nur in Premium-Tarifen. Prüfen Sie diesen Baustein explizit vor Abschluss — mehr dazu unter Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.

Portabilität: Schutz auch beim Weiterziehen

Wer beruflich mobil ist, braucht eine Versicherung, die mitwandert.

Internationale Krankenversicherungen unterscheiden sich erheblich in ihrer Portabilität. Manche Tarife sind an einen bestimmten Wohnsitzstaat gebunden — wer das UK verlässt, verliert automatisch den Schutz oder muss einen neuen Vertrag abschließen.

Für Expats, die beruflich mobil sind oder möglicherweise nach dem UK in ein weiteres Land ziehen, ist ein portabler Tarif entscheidend. Portabilität bedeutet: Der Vertrag bleibt bestehen, die Prämie passt sich dem neuen Aufenthaltsland an, und die Versicherungsgeschichte (keine neuen Wartezeiten) bleibt erhalten.

Achten Sie auch auf das Verhalten des Vertrags bei Rückkehr nach Deutschland: Wird eine nahtlose Weiterversicherung oder Anschlussdeckung in der deutschen GKV oder PKV ermöglicht?

Deckungssumme: Warum Unbegrenzt oft die klügere Wahl ist

Sechsstellige Behandlungskosten in britischen Privatkliniken sind keine Ausnahme.

Behandlungen für schwere Erkrankungen wie Krebs, Herzoperationen oder neurologische Eingriffe in britischen Privatkliniken können schnell 100.000 Pfund und mehr kosten. Tarife mit Deckungsobergrenzen von 1–2 Millionen Euro klingen zunächst großzügig, können aber bei Langzeittherapien oder wiederholten stationären Aufenthalten erreicht werden.

Seriöse IPMI-Anbieter bieten häufig unbegrenzte Deckungssummen oder sehr hohe Jahreshöchstleistungen. Der Preisvorteil eines Tarifs mit niedrigerer Deckungssumme amortisiert sich bei ernsthafter Erkrankung nicht — die finanzielle Absicherung ist das eigentliche Kernprodukt.

ZIELGRUPPEN

Für wen welcher Schutz wirklich passt

Expats und Entsandte
Wer vom deutschen Arbeitgeber ins UK entsandt wird, sollte den Arbeitgebervertrag auf Laufzeit, Deckung und Verhalten bei Kündigung prüfen. Eigenständige IPMI-Tarife sind oft flexibler und portabler als Gruppenverträge.
Familien mit Kindern
Kinder werden in vielen Tarifen günstig oder beitragsfrei mitversichert. Dennoch erreichen Familientarife 400–700 € monatlich. Gruppenrabatte und Tarife mit vollständiger Kinderdeckung inklusive Vorsorge sind der Schlüssel.
Rentner und ältere Expats
Hohes Eintrittsalter, wahrscheinliche Vorerkrankungen und NHS-abhängiger Visastatus machen die Absicherung besonders komplex. Prämien von 300–500 € monatlich sind realistisch. Manche Anbieter setzen Altersgrenzen für Neuabschlüsse — frühzeitig handeln.
Studenten und junge Expats
Unter 30 Jahren profitieren Expats von den günstigsten Prämien — oft 60–100 € für Basisschutz mit stationärer Deckung. Spezialisierte Studententarife für britische Universitäten ergänzen den NHS-Zugang sinnvoll.
SCHRITT FÜR SCHRITT

So finden Sie den richtigen IPMI-Tarif für das UK

  1. 1
    Bedarf und Situation klären

    Beantworten Sie vor jedem Vergleich: Wie lange bleiben Sie im UK? Haben Sie Vorerkrankungen? Reisen Sie regelmäßig außerhalb Europas? Benötigen Sie Familienschutz? Welchen Selbstbehalt können Sie finanziell tragen? Diese Antworten bestimmen Ihre Tarifkategorie.

  2. 2
    Leistungen vergleichen — nicht nur Preise

    Der günstigste Tarif ist selten der beste. Prüfen Sie explizit: ambulante Deckung (inklusive oder Aufpreis), psychische Gesundheit, Zahnarzt und Sehhilfen, Rücktransport nach Deutschland, Direktabrechnung mit Kliniken und die Deckungssumme pro Jahr.

  3. 3
    Gesundheitsprüfung sorgfältig ausfüllen

    Die Angaben beim Antrag sind die rechtliche Grundlage Ihres Vertrags. Unvollständige Angaben können im Leistungsfall zur Ablehnung oder Vertragsanfechtung führen. Wer Vorerkrankungen hat, sollte die Unterstützung eines erfahrenen Maklers nutzen.

  4. 4
    Portabilität und Wechseloptionen prüfen

    Stellt der Tarif sicher, dass der Schutz erhalten bleibt, wenn Sie das UK verlassen? Wie verhält sich der Vertrag bei Rückkehr nach Deutschland oder Umzug in ein Drittland? Portabilität ist für beruflich mobile Expats ein Ausschlusskriterium.

  5. 5
    Anbieterübergreifenden Vergleich nutzen

    Vergleichsportale zeigen nur Partneranbieter. Ein marktbreiter Maklervergleich über 200+ Anbieter — inklusive Nischenanbieter mit starken UK-Konditionen — liefert Tarife, die Online-Rechner nicht abbilden. Gerade bei Vorerkrankungen, Familien und Rentnern ist persönliche Begleitung durch den Antragsprozess entscheidend.

Was Portale wie europaeischekv.de, grenzenlos-sicher.de oder deutsche-im-ausland.org nicht leisten
Portale wie europaeischekv.de, grenzenlos-sicher.de, reiseversicherung-vergleich.info oder das Informationsportal deutsche-im-ausland.org bieten gute Übersichten und Kostenrichtwerte. Was sie strukturell nicht abbilden können: individuelle Risikoprüfungen bei Vorerkrankungen, anbieterübergreifende Verhandlungen zu Risikozuschlägen und die rechtssichere Begleitung durch die Gesundheitsangaben beim Antrag. Direkte Anbieterseiten wie cignaglobal.com wiederum zeigen nur das eigene Produktportfolio. Ein ungebundener Makler vergleicht das gesamte Marktangebot — ohne Einschränkung auf Partner- oder Eigenprodukte.
ANBIETER-ÜBERBLICK

Internationale Krankenversicherung UK: Anbieter im Vergleich

Diese Anbieter bieten IPMI-Tarife mit UK-Deckung — von Basislösungen für junge Expats bis zu Premium-Tarifen für Familien und Rentner.

Cigna Global
Globaler IPMI-Spezialist mit starker UK-Marktpräsenz und flexiblen Modulbausteinen.
ZielgruppeExpats, Entsandte, Familien
ab/Monatab ca. 120 €
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Genki
Digitaler Nomaden-Tarif mit monatlicher Kündigbarkeit — ideal für flexible Aufenthalte.
ZielgruppeDigitale Nomaden, junge Expats unter 40
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
BDAE
Langzeit-Auslandskrankenversicherung mit klaren Zonentarifen nach Alter und Aufenthaltsland.
ZielgruppeAuswanderer, Langzeitexpats, Rentner
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
April International
Modularer IPMI-Tarif mit starker ambulanter Deckung und psychischer Gesundheit als Option.
ZielgruppeFamilien, Expats mit Vorsorgebedarf
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
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MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung UK: Ihre Fragen beantwortet

Muss ich als Deutscher im UK trotz privater Krankenversicherung den Immigration Health Surcharge zahlen?
Ja. Der Immigration Health Surcharge (IHS) ist eine Einwanderungsgebühr, keine Versicherungsprämie. Visa-Inhaber zahlen ihn unabhängig davon, ob sie zusätzlich eine private internationale Krankenversicherung besitzen. Der IHS beläuft sich derzeit auf ca. 1.035 Pfund pro Jahr und Person und berechtigt zur NHS-Nutzung zu denselben Konditionen wie britische Staatsangehörige. Private IPMI und IHS schließen sich nicht aus — viele Expats nutzen beides parallel.
Was leistet der NHS für Expats — und wo liegen die Grenzen?
Wer den IHS bezahlt hat, kann den NHS für stationäre Notfälle, Hausarztbesuche und Grundversorgung nutzen. Die Grenzen liegen in der Praxis: Wartezeiten von mehreren Monaten für Facharzttermine sind die Norm, nicht die Ausnahme. Zahnbehandlungen, Sehhilfen, viele alternative Behandlungen und elektive Eingriffe sind nicht oder nur begrenzt abgedeckt. Eine internationale Krankenversicherung schließt genau diese Lücken.
Wie werden Vorerkrankungen bei internationalen Krankenversicherungen für das UK behandelt?
Anbieter handhaben Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung auf drei Arten: dauerhafter Ausschluss der betroffenen Erkrankung, temporärer Ausschluss mit Wiederaufnahme nach symptomfreier Periode (meist 2–5 Jahre) oder vollständige Aufnahme gegen individuellen Risikozuschlag. Welche Option möglich ist, hängt von der Erkrankung, ihrer Schwere und dem Anbieter ab. Ein marktbreiter Vergleich durch einen erfahrenen Makler kann Optionen aufzeigen, die Online-Rechner nicht abbilden.
Warum reicht eine Reisekrankenversicherung für das Leben im UK nicht aus?
Reisekrankenversicherungen sind auf Aufenthalte bis maximal 90 Tage ausgelegt und decken nur akute Notfälle ab. Sie erstatten keine planbaren Behandlungen, keine Langzeittherapien und keine chronischen Erkrankungen. Sobald das UK Ihr dauerhafter Wohnsitz oder längerfristiger Aufenthaltsort ist, greift eine Reisekrankenversicherung in vielen Fällen gar nicht mehr — oder wird vom Versicherer als Leistungsfall abgelehnt.
Ab welchem Alter wird eine internationale Krankenversicherung für das UK sehr teuer?
Ab etwa 50 Jahren steigen die Prämien deutlich an. Für einen 56- bis 65-Jährigen sind 200–300 € monatlich für einen Basisschutz realistisch, Premiumtarife liegen oft höher. Rentner zahlen 300–500 € monatlich. Einige Anbieter setzen zudem Altersgrenzen für Neuabschlüsse — ein Eintritt mit 68 oder 70 Jahren ist nicht bei allen Versicherern möglich. Frühzeitig abschließen und in den Vertrag wechseln ist daher günstiger als warten.
Wie unterscheidet sich Cigna von anderen internationalen Anbietern für Expats im UK?
Cigna Global ist einer der großen IPMI-Spezialisten mit starker UK-Marktpräsenz und einem modularen Tarifansatz: Kunden wählen Kernschutz und ergänzen gezielt Bausteine wie ambulante Leistungen, Zahnarzt oder Vorsorge. Das Direktabrechnungsnetzwerk in britischen Privatkliniken ist vergleichsweise breit. Für einen objektiven Vergleich mit anderen Anbietern wie Allianz Care, AXA oder Freedom Health empfiehlt sich ein anbieterübergreifender Maklervergleich, da Cignas Eigenwebsite nur das eigene Portfolio zeigt.
Bleibt meine internationale Krankenversicherung gültig, wenn ich das UK nach einigen Jahren verlasse?
Das hängt vom Tarif ab. Portierbare IPMI-Tarife behalten ihre Gültigkeit, wenn Sie das UK verlassen und in ein anderes Land ziehen — die Prämie passt sich dem neuen Aufenthaltsland an, Wartezeiten beginnen nicht neu. Nicht alle Tarife bieten diese Flexibilität. Für beruflich mobile Expats ist Portabilität ein zentrales Auswahlkriterium, das vor Abschluss explizit geprüft werden sollte.
Kann ich als Expat im UK in die deutsche GKV oder PKV zurückkehren, wenn ich nach Deutschland zurückkomme?
Die Rückkehr in die GKV ist unter bestimmten Bedingungen möglich (z. B. neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland). Der Anspruch hängt von Dauer und Art des Auslandsaufenthalts ab. In der PKV ist eine Rückkehr nach längerer Unterbrechung oft mit erneuter Gesundheitsprüfung verbunden. Manche IPMI-Anbieter bieten spezielle Anschlussoptionen oder Brückendeckungen für die Rückkehr. Sprechen Sie dieses Szenario vor Abschluss mit Ihrem Berater durch.
FAZIT

Wer dauerhaft im UK lebt, braucht IPMI — keine Reiselösung.

1
Der Brexit hat den automatischen NHS-Zugang für EU-Bürger beendetIHS und private Absicherung sind für Expats heute Standardplanung.
2
Prämien zwischen 80 € und 500 € monatlich spiegeln Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang widerein marktbreiter Vergleich lohnt sich.
3
Vorerkrankungen sind handhabbar, aber nicht über Online-Rechner: Ein erfahrener Makler verhandelt individuelle Konditionen, die Portale nicht anbieten.
4
Portabilität und korrekte Gesundheitsangaben beim Antrag sind die zwei häufigsten Fallstrickewer sie beachtet, ist im Ernstfall wirklich geschützt.

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