Bin ich in Taiwan automatisch über die NHI versichert, sobald ich ankomme?
Nein. Die NHI-Aufnahme hängt von Ihrer Visumskategorie und Ihrem Aufenthaltsstatus ab. Für viele Kategorien gilt eine Wartezeit, bevor Sie Anspruch auf NHI-Leistungen haben. Manche Visa verlangen sogar vorab einen privaten Versicherungsnachweis. Ohne eine internationale Krankenversicherung als Überbrückung besteht in dieser Phase kein Schutz.
Gilt meine deutsche Krankenversicherung auch in Taiwan?
In der Regel nicht. Zwischen Deutschland und Taiwan besteht kein Sozialversicherungsabkommen, sodass Ansprüche aus der deutschen GKV oder PKV nicht nach Taiwan übertragen werden können. Wer nach Taiwan zieht, muss seinen Versicherungsschutz vollständig neu organisieren – unabhängig davon, was zu Hause besteht.
Was deckt die NHI ab – und was zahle ich selbst?
Die NHI deckt Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Operationen, Medikamente und viele Vorsorgeleistungen ab. Zuzahlungen sind gering – etwa 5 Euro pro Arztbesuch. Nicht enthalten sind medizinische Rücktransporte nach Deutschland, hochwertige Zahnbehandlungen nach westlichem Standard, freie Arztwahl außerhalb des NHI-Netzwerks sowie Einzelzimmer im Krankenhaus.
Was kostet ein medizinischer Rücktransport aus Taiwan – und zahlt die NHI das?
Die NHI übernimmt keine Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Je nach Entfernung, medizinischer Begleitung und erforderlicher Ausstattung können die Kosten schnell fünfstellige Eurobeträge erreichen. Eine IPMI mit Rücktransportklausel schließt diese Lücke – und ist für Expats in Taiwan eine der wichtigsten Zusatzleistungen.
Kann ich mich in Taiwan auch mit Vorerkrankungen privat versichern?
Ja. Vorerkrankungen führen nicht automatisch zur Ablehnung. Über anonyme Risikovoranfragen lassen sich die Konditionen bei mehreren Anbietern prüfen, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird. Dadurch entsteht kein HIS-Pool-Eintrag bei einer möglichen Ablehnung. Je nach Erkrankung kommen Full Medical Underwriting (FMU) oder das Moratoriumsprinzip als Wege zur Absicherung in Frage.
Was ist der Unterschied zwischen einer Reisekrankenversicherung und einer IPMI für Taiwan?
Eine Reisekrankenversicherung ist für kurzfristige Aufenthalte konzipiert – in der Regel bis 12 Monate, oft ohne Vorerkrankungsdeckung und ohne Leistungen wie Rücktransport oder freie Arztwahl. Eine Internationale Private Krankenversicherung (IPMI) ist für dauerhaften Auslandsaufenthalt ausgelegt: Sie bietet umfassende Deckung, ist dauerhaft verlängerbar und deckt auch komplexe Fälle ab. Für Expats in Taiwan ist die IPMI die richtige Wahl – keine Reiseversicherung.
Wie unterscheidet sich Insurancy von anderen Vergleichsportalen wie auslandskrankenversicherungen-fuss.com oder young-travellers.com?
Portale wie auslandskrankenversicherungen-fuss.com oder young-travellers.com richten sich überwiegend an Kurzreisende und bieten häufig einfache Reisekrankenversicherungen an, die für Langzeitexpats nicht ausreichend sind. Insurancy ist auf internationale private Krankenversicherungen (IPMI) spezialisiert, vergleicht über 12 Anbieter anbieterübergreifend und begleitet Kunden mit Vorerkrankungen über anonyme Risikovoranfragen durch den gesamten Antragsprozess.
Wie hoch sind die Beiträge für eine IPMI für Taiwan?
Die Beiträge variieren je nach Alter, Gesundheitszustand, gewählten Leistungsmodulen und Versicherungssumme. Jüngere, gesunde Versicherte können mit deutlich günstigeren Prämien rechnen als ältere Personen oder solche mit Vorerkrankungen. Eine pauschale Angabe ist daher nicht seriös – Insurancy erstellt auf Basis Ihrer konkreten Situation einen anbieterübergreifenden Tarifvergleich.
Mit welchen Beiträgen muss ich für eine IPMI in Taiwan rechnen?
Die Prämie hängt von Alter, Deckungsregion und Leistungsumfang ab. Als Orientierung: Zwischen 25 und 35 Jahren liegt ein Basisschutz mit Asien-Deckung bei rund 70 bis 110 Euro monatlich, ein umfassender Tarif bei 130 bis 200 Euro. Zwischen 46 und 55 Jahren sind 180 bis 300 Euro für den Basisschutz und 280 bis 420 Euro für einen umfassenden Tarif realistisch. Wer parallel die NHI nutzt, kann über eine höhere Selbstbeteiligung deutlich sparen.
Wie hoch ist der NHI-Beitrag für Expats in Taiwan?
Der Gesamtbeitragssatz liegt bei 5,17 Prozent des Bruttogehalts, aufgeteilt auf Arbeitnehmer (rund 30 Prozent), Arbeitgeber (rund 60 Prozent) und Staat (rund 10 Prozent). Bei 3.000 Euro Bruttogehalt zahlt ein angestellter Expat selbst etwa 45 bis 55 Euro im Monat. Selbstständige über eine Berufsgenossenschaft zahlen pauschal rund 700 bis 1.200 TWD, also etwa 20 bis 35 Euro monatlich. Hinzu kommen Zuzahlungen bei jeder Behandlung.
Was kostet ein Arztbesuch in Taiwan ohne NHI?
Mit NHI zahlen Sie beim Allgemeinarzt eine Zuzahlung von 1,50 bis 4,50 Euro. Ohne NHI kostet derselbe Termin privat 23 bis 88 Euro. Der Unterschied wird stationär deutlich größer: Fünf Tage im Mehrbettzimmer kosten mit NHI 58 bis 235 Euro Eigenanteil, dieselbe Dauer in einer internationalen Privatklinik ohne NHI 1.450 bis 5.800 Euro. Zwei Wochen Intensivstation nach einem schweren Unfall beginnen bei rund 14.500 Euro.
Lohnt sich die Kombination aus NHI und IPMI finanziell?
Für Langzeitexpats in der Regel ja. Die NHI deckt die alltäglichen Behandlungen zu minimalen Zuzahlungen ab, die internationale Krankenversicherung übernimmt das, was die NHI vollständig ausklammert: medizinische Evakuierung, Rücktransport, Behandlungen außerhalb Taiwans sowie Einzelzimmer und internationale Ärzte. Weil die kleinen Kosten ohnehin über die NHI laufen, können Sie bei der IPMI eine hohe Selbstbeteiligung von 1.000 bis 2.500 Euro wählen und damit die Prämie spürbar senken.