Die lokalen Behandlungskosten in Syrien sind nominal in syrischen Pfund (SYP) niedrig – angesichts des wirtschaftlichen Zusammenbruchs und der Hyperinflation sind die Preise in Hartwährung jedoch schwer kalkulierbar und stark schwankend.
Einfache Arztbesuche oder ambulante Allgemeinbehandlungen kosten in funktionierenden Privatpraxen umgerechnet zwischen 10 und 40 Euro. Psychiatrische Untersuchungen, die angesichts der extremen psychischen Belastungen in Syrien besonders relevant sind, kosten im privaten Sektor umgerechnet 30 bis 80 Euro pro Sitzung – sofern spezialisierte Fachkräfte überhaupt verfügbar sind. Stationäre Eingriffe in den wenigen funktionierenden Privatkliniken können schnell mehrere tausend Euro erreichen.
Das eigentliche Kostenrisiko liegt jedoch nicht in der lokalen Behandlung, sondern im medizinischen Nottransport: 20.000 bis 80.000 Euro für eine Evakuierung in die Türkei, nach Jordanien oder nach Europa. Diese Kosten übersteigen das Prämienvolumen einer gesamten IPMI-Laufzeit um ein Vielfaches.